Kultmarke in der Krise: Warum hat es Opel so schwer?

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In einer der schönsten Werbungen der deutschen Automarke Opel sieht man eine Familie, die begeistert um ihr neues Auto herumläuft: Sitze wie im Wohnzimmer, eine große Motorhaube, und das Beste, hinten: der sogenannte „Urlaubskofferraum“. In dieser Wortschöpfung kam das ganze Glück des deutschen Bürgers der Nachkriegsjahre ebenso zum Ausdruck wie in den Autonamen des hessischen Autoherstellers. Man war nur ein kleiner Kadett, aber dann hat man durch Fleiß in Rekordzeit Geld verdient und glitt jetzt als Kapitän über die Wogen des Lebens und belohnte sich mit der großen Urlaubsreise in der Opel-Limousine. Nach dem Krieg war die Hierarchie in Auto-Deutschland klar: Der Käfer war das Auto für jedermann, die Reichen fuhren Mercedes - aber Opel bildete die Möglichkeit eines schrittweisen Aufstiegs von kleinen Kadett zum großen Kapitän ab, und auf dem Weg dahin gab der Rekord mit viel Blech und Velours schon dem Arbeiter das Gefühl, am Wohlstand der Wirtschaftswunderjahre teilnehmen zu dürfen.

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