Diese Woche findet in Taiwan die IT-Messe Computex statt, und im Vorfeld wurden bereits mehrere neue Produkte vorgestellt. So legt AMD zum zehnjährigen Jubiläum der AM4-Plattform den Ryzen 7 5800X3D mit Stapelcache neu auf, wodurch älteren Systemen wieder eine Upgrade-Möglichkeit geboten wird. Auch für AM5-Boards gibt es einen günstigen X3D-Prozessor, nämlich einen weiteren Achtkerner mit Stapelcache. Während diese CPUs auf Desktop-PCs abzielen, präsentieren Dell und Acer neue Laptops, denn das MacBook Neo hat die Notebookmittelklasse umgekrempelt. Mit dem neuen XPS 13 will Dell ein Stück vom Kuchen abhaben und bringt dafür ein Modell zum selben Preis bei besserer Ausstattung. Diesen Plan hat auch Acer und setzt in der gehobenen Mittelklasse auf ein in mehreren Farben erhältliches Vollmetallgehäuse sowie Intels Einsteigerprozessor Core 300. Dieser 1,2 kg leichte Laptop mit Windows 11 besitzt aber einen etwas größeren Bildschirm von 14 Zoll – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
AMD füllt wieder eine Lücke bei Mainboards mit der CPU-Fassung AM4: Nachdem der Chiphersteller vor rund einem Jahr den Ryzen 7 5700X3D aus dem Programm genommen hatte, gab es hierzulande für die 2016 vorgestellte AM4-Plattform keine Desktop-CPUs mit Stapelcache mehr zu kaufen. Das ändert sich, denn der Ryzen 7 5800X3D feiert als 10th Anniversary Edition sein Comeback. Daran dürfte nicht nur das Jubiläum, sondern auch die hohen RAM-Preise Anteil haben. Zudem ergänzt AMD die aktuelle AM5-Plattform um einen weiteren Achtkerner mit Stapelcache. Der Ryzen 7 7700X3D mit 120 Watt TDP kostet rund 300 Euro und sortiert sich damit zwischen dem Sechskerner Ryzen 5 7500X3D für 210 und dem Achtkerner Ryzen 7 7800X3D für 335 Euro ein: AMD bringt die Gaming-CPU Ryzen 7 5800X3D zurück.
Neue Hardware-Produkte kommen auch von Dell. Der Hersteller stellt sein bislang günstigstes XPS-Notebook vor, das preislich mit Apples MacBook Neo konkurriert. Bislang waren Dells XPS-Notebooks typische Vertreter der Edelklasse: schicke Vollmetallgehäuse, flotte Technik, viele Komfortfunktionen – aber auch sehr teuer. Das neue XPS 13 soll anders sein. Die Preise beginnen bei 699 US-Dollar – und damit exakt auf dem Niveau der größeren MacBook-Neo-Variante mit 8 GByte Arbeitsspeicher und 512-GByte-SSD. Womit dann auch gleich die Speicherausstattung eben jener Basisausstattung des XPS 13 genannt wäre. Dazu setzt Dell sowohl beim Bildschirm als auch bei der Tastatur einen drauf, denn es gibt einen etwas höher auflösenden Touchscreen und eine Keyboard-Beleuchtung: Dell kontert MacBook Neo mit günstigem XPS 13.
(Bild: Dell)
Einen weiteren Konkurrenten zu Apples MacBook Neo präsentiert Acer in seiner leichten Baureihe Swift Air. Diese debütierte im vergangenen Jahr als 16-Zöller mit Ryzen-Innenleben; nun folgt eine 14-Zoll-Variante mit Intels Einsteigerprozessor Core 300 alias Wildcat Lake. Während das Swift 16 dank eines Vollmetallgehäuses aus einer Magnesiumlegierung ein Kampfgewicht von nur einem Kilogramm auf die Waage bringt, setzt Acer beim neuen Swift Air 14 auf Aluminium. Trotz der geringeren Abmessungen ist es deshalb schwerer, auch wenn 1,2 Kilogramm immer noch alltagstauglich wenig Gewicht sind. In den USA beginnen die Preise – typisch Neo-Konter – bei 700 US-Dollar mit Core 5, 8 GByte aufgelötetem LPDDR5-Arbeitsspeicher und 512-GByte-SSD; hierzulande werden daraus 800 Euro: Acers MacBook-Neo-Antwort heißt Swift Air 14.
YouTube hat angekündigt, die eigene App für Premium-Abonnenten um einige gerade für Podcasts wichtige Funktionen zu erweitern. Dazu gehören ein On-the-Go-Modus mit erweiterten Kontrollelementen für die Bedienung der App beim Hören unterwegs und die Einstellung einer automatischen Abspielgeschwindigkeit. Letztere soll nützlich sein, in den Podcasts nichts zu verpassen, aber trotzdem Zeit zu sparen. Während diese zunächst zu Android und später auch für iOS kommenden Funktionen zahlenden Nutzern weltweit zur Verfügung gestellt werden, ist „Ask Music“, die Möglichkeit zur Suche nach Musik- und Podcast-Empfehlungen, zunächst einer begrenzten Zahl von Ländern vorbehalten. Innerhalb Europas gehören nur Großbritannien und Irland dazu: YouTube erweitert Podcasts um drei neue Funktionen für Premium-Abonnenten.
Empfohlener redaktioneller Inhalt
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes YouTube-Video (Google Ireland Limited) geladen.
YouTube-Video immer laden
Durch eine plötzliche Änderung seitens Volkswagens wird der Umgang mit den Elektroautos des Herstellers seit einigen Tagen umständlicher. Im Zentrum steht dabei eine Programmierschnittstelle (API), auf welche die Nutzer jetzt keinen Zugriff mehr haben. Das ist aber notwendig, um Daten des eigenen Fahrzeugs zu erhalten. Denn moderne Fahrzeuge sammeln eine Menge Daten. Bei Elektroautos können deren Besitzer so beispielsweise den Ladezustand des Akkus abfragen, um Ladevorgänge optimiert per Wallbox zu steuern. So ist auch ein netzdienliches Laden bei Solarstrom-Überschuss in den Mittagsstunden möglich. Doch durch Änderungen an der VW-API können Drittanbieter-Lösungen keine Verbindung mehr zu den VW-Servern herstellen: VW kappt mit API-Änderung Besitzern Zugriff auf eigene Fahrzeugdaten.
Auch noch wichtig:
- Die Explosion einer Blue-Origin-Rakete zerstörte das Launchpad. Das könnte weitreichende Folgen für NASA-Mondmissionen haben: Blue Origin-Explosion wird auch für die NASA zum Problem.
- Mit weitreichenden Vorladungen geht das US-Justizressort unter Trump gegen anonyme Kritiker von Abschiebungen vor. Bürgerrechtler warnen vor Einschüchterung: US-Justiz will Daten von Reddit- und X-Nutzer für Jagd auf Regierungsgegner.
- Für zwei der ersten drei Star-Wars-Filme war die damalige Ehefrau von George Lucas entscheidend. Heute kultige Szenen hätte es ohne sie nicht gegeben: Jedi-Meisterin des Schnitts Marcia Lucas ist verstorben.
- Mistral benennt Le Chat in Vibe um und führt agentische Arbeitsoberflächen ein. Wir haben sie uns näher angeschaut: Die neuen agentischen Oberflächen Work und Code von Mistral Vibe ausprobiert.
- 15 GByte voll und dann wird's teuer? Mit Immich hostet ihr eure Fotos selbst – privat, kostenlos und überraschend einfach. Das erklären wir im Video: Foto-Cloud selber hosten mit Immich.
- High-End-Trojaner wie Pegasus sorgen oft für Schlagzeilen. In deren Schatten wächst in Italien ein Markt für günstige Überwachungssoftware – mit Behördensegen. Es sind Handy-Spione als Schnäppchen: Italiens boomende Spyware-Schattenindustrie.
- Das Jahressteuergesetz 2026 soll die Datenschutz-Bremsen für die Finanzverwaltung lockern. Es zieht beim KI-Training aber eine Löschfrist nach einem Jahr ein. Das steht im Entwurf für das Finanzamt 2.0: Steuerbehörden sollen KI mit echten Bürgerdaten trainieren.
- Die päpstliche KI-Enzyklika Magnifica Humanitas ermöglicht überraschende Bündnisse gegen die Tech-Oligarchen, schreibt Hartmut Gieselmann in seinem Kommentar: Ein Paladin gegen Sauron.
- Welche Soft- und Hardware hilft dabei, Medien zu digitalisieren? Ist KI hier nützlich oder eher nervig? Wir diskutieren, wie man alte Schätze rettet, im Podcast c’t uplink zu Digitalisieren und Restaurieren: So retten Sie alte Fotos & Filme.
- Amin Vahdat leitet das KI- und Infrastrukturteam bei Google. Im Interview erklärt er die TPU-Strategie – und wie viel Leistung KI-Agenten wirklich brauchen. Dabei sagt Googles KI-Chip-Boss: „Wir sind uns der Inflation natürlich bewusst“.
(fds)










English (US) ·