Vor Android 17: Google verteilt neue Features auch für ältere Android-Versionen

vor 16 Stunden 1

Während Google dabei ist, das große Update auf Android 17 zu finalisieren und laut Konzern „bald“ veröffentlichen wird, sollen Nutzerinnen und Nutzer älterer Android-Versionen nicht vollkommen leer ausgehen. Mit dem „Android Drop“ verpasst der Konzern vielen Geräten neue Funktionen ganz ohne großes Systemupdate.

Googles Telefon-App warnt künftig vor mutmaßlichen Betrügern, die sich als eigene Kontakte ausgeben. Die Funktion „Erkennung gefälschter Anrufe“ soll laut Google überprüfen können, ob ein Anruf tatsächlich vom Gerät eines Kontakts kommt. Wenn ein Betrüger so tut, als würde er von einer vertrauten Nummer anrufen, erhalten Nutzer künftig eine Warnung, um das Gespräch schnell zu beenden.

Die Funktion wird Google zufolge weltweit angeboten und unterstützt Geräte ab Android 12 und neuer. Weitere Details zu der Funktion haben wir in einem separaten Artikel zusammengefasst.

Circle to Search, Googles smarte Suchfunktion, mit der man nur ein Objekt auf dem Bildschirm einkreisen muss, um danach im Netz zu suchen, einen Text zu kopieren oder zu übersetzen, landet nun auch auf älteren Geräten. Zudem unterstützt die Funktion auch auf jenen Geräten eine erst kürzlich angekündigte Erweiterung. Dabei lassen sich etwa mit dem Einkreisen eines Looks auf Instagram oder TikTok sämtliche Teile auf einmal finden. Circle to Search landet mit dem Android Drop auf Geräten mit Android 14 und neuer.

Mit Google Photos Wardrobe können Nutzer den eigenen Kleiderschrankinhalt digitalisieren und die Kleidung virtuell anprobieren.

(Bild: Google)

Noch nicht für Europa bestimmt ist eine Funktion in Google Fotos mit dem Namen Google Photos Wardrobe, mit der Nutzerinnen und Nutzer quasi ihren eigenen Kleiderschrank digitalisieren und virtuell anprobieren können. Laut Google katalogisiert das Feature die Kleidung, die Nutzer auf den eigenen Fotos tragen. Die Kleidung wird extrahiert und in Bilder umgewandelt – Nutzer können die Kleidungsstücke beliebig kombinieren, „Lieblingslooks“ lassen sich speichern und mit Freunden teilen, so Google. Verfügbar ist das Feature demnächst in den USA, Indien und Brasilien.

Seit der Ankündigung von AirDrop-Support über Googles Quick Share im November 2025 haben bereits weitere Android-Geräte Unterstützung für den bequemen Datenaustausch zu Apple-Geräten erhalten. Im Zuge des Android Drops weitet Google in Zusammenarbeit mit Smartphone-Herstellern den Support aus – erstmals angekündigt hatte Google die Airdrop-Expansion aber schon im Zuge der Android Show Mitte Mai.

Airdrop-Support landet auf weiteren Android-Geräten.

(Bild: Google)

Laut Google unterstützen nun über 40 Geräte die Funktion; langfristig sollen weitere Geräte eine AirDrop-Anbindung erhalten. Diese Modelle sind aktuell dabei:

Samsung

  • Galaxy S26, S26+, S26 Ultra
  • Galaxy S25, S25+, S25 Ultra, S25 Edge
  • Galaxy S24, S24+, S24 Ultra
  • Galaxy Z Flip 7
  • Galaxy Z Fold 7
  • Galaxy Z Flip6
  • Galaxy Z Fold 6
  • Galaxy Z Fold 6 (Special Edition)
  • Galaxy Z TriFold

Google

  • Pixel 10, 10 Pro, 10 Pro XL, 10 Pro Fold, 10a
  • Pixel 9, 9 Pro, 9 Pro XL, 9 Pro Fold, 9a
  • Pixel 8a

Xiaomi

  • Xiaomi 17T Pro

OnePlus

  • OnePlus 15

Oppo

  • Oppo Find X9, X9 Pro, X9 Ultra, X9s
  • Oppo Find N6

Vivo

  • Vivo X300, X300 Pro, X300 Ultra

Honor

  • Honor Magic V6

In Kürze

  • Motorola Razr Fold 2026
  • Oppo Find X8 Serie
  • Honor Magic 8 Pro

Teil des Drop ist auch eine neue Sicherheitsfunktion für Kinder: In der App „Persönliche Sicherheit“ erhalten Kinder unter 13 Jahren Zugriff auf Funktionen, wie etwa das Anzeigen ihrer medizinischen Informationen und das Festlegen von Notfallkontakten auf dem Sperrbildschirm ihres Geräts. Außerdem können sie darüber die Autounfallerkennung aktivieren, die nach einem Unfall automatisch den Rettungsdienst ruft und Notfallkontakte per SMS benachrichtigt.

Googles Android Drop bringt die App „Persönliche Sicherheit“ für Kinder.

(Bild: Google)

Kids im Teenageralter können zudem die Standortfunktionen der App nutzen. Zu diesen gehören der Sicherheitscheck und die Echtzeit-Standortfreigabe für Notfallkontakte. Die App ist laut Google weltweit verfügbar.

Weitere Neuerungen ziehen zum einen in Google Play Bücher und die Emoji-Kitchen-Funktion der Tastatur-App Gboard ein.

Mit dem Feature „Bring mich auf den neuesten Stand“ erhalten Nutzerinnen und Nutzer von Play Bücher eine Zusammenfassung des bisher Gelesenen. Sie können auch „Textstellen markieren und Fragen stellen, um mehr Informationen zu Themen, Kontext oder den Charakteren zu erhalten, ohne die Seite zu verlassen“, erklärt Google. Die Funktion „Infos zum Buch“ wird ab heute in der Google Play Bücher App eingeführt und steht zunächst für ausgewählte englischsprachige Titel bereit.

In die Gboard-App ziehen derweil neue Kombinationen für Emoji-Kitchen-Sticker ein. „Wenn ein einfaches rosa Herz nicht ausreicht, um eure Gefühle auszudrücken, könnt ihr Emojis zu etwas Besonderem kombinieren. Von süßen Tierchen bis hin zu glitzernden Bienen 🐝 + 💍 – findet die richtige Kombination für eure Stimmung und teilt sie mit euren Freund*innen in Gboard“, so Google.

(afl)

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