Der nächste Prototyp ist startbereit: Polaris Raumflugzeuge will dieser Tage erstmals einen größeren Prototyp starten. Das hat Alexander Kopp, Gründer und Chef des Bremer Unternehmens, auf einer Konferenz der Wirtschaftstageszeitung Handelsblatt angekündigt.
Polaris Raumflugzeuge entwickelt für die Bundeswehr ein wiederverwendbares Hyperschallflugzeug. Ende 2027 solle das Fluggerät einsatzbereit sein, sagte Kopp laut Handelsblatt. Es soll etwa so groß und schwer sein wie ein reguläres Kampfflugzeug und fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen.
Bei dem Prototyp dürfte es sich um den 8,5 Meter langen Demonstrator Nova handeln, dessen Erstflug Polaris Anfang des Jahres ankündigte. Nova soll doppelte Schallgeschwindigkeit, etwa 2500 km/h, erreichen und in eine Höhe von 20 Kilometern aufsteigen. „Die Modelle werden immer größer und sind mit immer besserer Technologie ausgestattet“, sagte Kopp auf der Konferenz.
Zweistufiges Fluggerät soll bis ins All vordringen
Fernziel des Unternehmens ist es, ein 28 Meter langes, zweistufiges Fluggerät zu entwickeln, das bis in den Weltraum aufsteigen soll. Es soll Nutzlasten von fünf Tonnen bis in eine Höhe von 100 Kilometern bringen können oder eine Tonne auf 500 Kilometer Höhe – das ist etwa 100 Kilometer über der Umlaufbahn der Internationalen Raumstation.
Mit diesem Fluggerät soll die Bundeswehr in der Lage sein, High Altitude Operations durchzuführen, das sind Flüge in einer Höhe zwischen 20 und 180 Kilometern. Dazu sind derzeit nur die USA und China in der Lage. In dieser Höhe könnte das Fluggerät auch Aufklärung betreiben, ohne den Luftraum eines anderen Staates zu verletzen – die Lufthoheit endet 60 Kilometer über dem Erdboden, ab einer Höhe von 110 Kilometern handelt es sich um staatsfreien Raum.
Die Raumflugzeuge sollen von konventionellen Flughäfen aus starten. Auch eine zivile Variante, die Passagiere mit Hyperschallgeschwindigkeit befördert, ist auf der Agenda.
(wpl)











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