Mazda bringt das Kompakt-SUV CX-30 als Modelljahr 2027 mit einem umfangreichen Update der Assistenzsysteme, neuen Ausstattungslinien und Designanpassungen auf den europäischen Markt. Die Preise beginnen in Deutschland bei 29.990 Euro für die Basisvariante.
Der Schwerpunkt liegt auf der Überarbeitung der Fahrerassistenz- und Sicherheitssysteme der i-Activsense-Suite. Mazda verknüpft darin die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage MRCC (Mazda Radar Cruise Control) mit der kamerabasierten Verkehrszeichenerkennung TSR (Traffic Sign Recognition). Erkennt das System eine Geschwindigkeitsbegrenzung, kann der Fahrer das Tempolimit per Lenkradtaste direkt in den Tempomaten übernehmen. Es arbeitet also als „Driver-in-the-loop-System“: Eine vollautomatische Geschwindigkeitsanpassung findet nicht statt, angesichts der Fehlerrate der Schildererkennung erscheint das sinnvoll.
Mit Motorraderkennung
Hinzu kommen eine Abbiegeerkennung an Kreuzungen (Turn-Across-Path-Erkennung), die potenzielle Kollisionssituationen beim Abbiegen identifiziert, sowie eine explizite Motorraderkennung. Letztere wird sowohl in den Notbremsassistenten SBS (Smart Brake Support) als auch in den Spurwechselassistenten BSM (Blind Spot Monitoring) integriert. Motorräder stellen aufgrund ihrer schmalen Konturen und geringeren Radarreflexion eine besondere Herausforderung für Kamera- und Radarsysteme dar. Tests des US-Magazins Consumer Reports zeigen, dass viele AEB-Systeme aktueller Kompakt-SUVs motorisierte Zweiräder deutlich schlechter erkennen als Pkw. Mazda positioniert sich mit der expliziten Motorraderkennung damit über dem Branchendurchschnitt im Segment, in dem etwa Toyota RAV4, Hyundai Tucson oder Subaru Forester bereits umfangreiche Assistenzpakete bieten.
Mazda CX-30 Homura Plus Interieur
(Bild: Mazda CX-30)
Auch die Basisausstattung Prime-Line profitiert: Sie erhält für das kommende Modelljahr serienmäßig eine Sekundärkollisionsvermeidung (SCR) und einen Aufmerksamkeitsassistenten (Driver Monitoring), der Müdigkeit oder Ablenkung erkennen soll. Beide Funktionen waren bisher höheren Linien vorbehalten. Damit kommt Mazda auch regulatorischen Anforderungen entgegen. Die EU-Sicherheitsverordnung GSR2 schreibt für neue Fahrzeugtypen schrittweise unter anderem Fahrerüberwachungssysteme und intelligente Geschwindigkeitsassistenten vor.
Neue Linien und Sondermodell
Die Modellpalette wächst um die Ausstattungslinie Homura Plus oberhalb der sportlicher positionierten Homura-Variante. Sie bringt unter anderem ein weiterentwickeltes Matrix-LED-Lichtsystem mit, das Fußgänger im Lichtkegel gezielt markieren und bei erkannten Verkehrsschildern die Leuchtkraft zur Blendungsreduzierung automatisch verringern kann. Serienmäßig sind zudem eine 360-Grad-Kamera, eine Ausparkhilfe mit Bremsfunktion für den hinteren Querverkehr, Ledersitzbezüge, ein BOSE-Surround-Soundsystem mit zwölf Lautsprechern und eine elektrische Fahrersitzeinstellung an Bord.
Neu im Programm ist außerdem das Sondermodell Makoto mit hell gestaltetem Innenraum in Weiß und Hellgrau, 360-Grad-Kamera und BOSE-Sound ab 34.440 Euro. Mazda beziffert den Preisvorteil gegenüber einem vergleichbar ausgestatteten Standard-CX-30 auf 1000 Euro. Die Topausstattung Exclusive-Line (ab 35.790 Euro) erhält eine 360-Grad-Kamera mit „See-Through-View“, der Hindernisse nah an den Reifen durch kombinierte Kameraansichten besser visualisiert.
Mazda bleibt beim Verbrenner
Mazda setzt weiterhin ausschließlich Verbrennungsmotoren mit Mildhybrid-Unterstützung ein. Basismotor ist der e-Skyactiv G 140, ein 2,5-Liter-Benziner mit Zylinderabschaltung und 103 kW, der mit Sechsgang-Schaltgetriebe 6,0 l/100 km verbraucht. Das Topmodell bleibt der e-Skyactiv X 186 mit dem SPCCI-Brennverfahren (Spark Controlled Compression Ignition) und 137 kW, optional mit Allradantrieb und Automatik. Das Mazda M Hybrid System rekuperiert bei beiden Antrieben Bremsenergie über einen Riemen-Startergenerator; rein elektrisches Fahren ist damit nicht möglich.
Rein elektrische oder Plug-in-Hybrid-Varianten für den CX-30 hat Mazda für Europa bislang nicht angekündigt. Alle Neufahrzeuge erhalten eine Sechsjahresgarantie bis maximal 150.000 Kilometer Laufleistung.
(fpi)











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