- Zeitkristalle: Die exotische Materie, die nie zur Ruhe kommt
- Kristalle: Atome in Reih und Glied
- Von der Theorie zum Experiment
- Vielfältige Zeitkristalle und Anwendungen
- Fazit
Zeitkristalle klingen nach mysteriösen Objekten aus der Science-Fiction-Serie Doctor Who oder dem Marvel-Universum. Nach einem Gegenstand, der Zeitreise ermöglicht oder Paralleluniversen erschafft. Er ist jedoch nichts davon, sondern ein realer Materiezustand, der die Regeln der Physik herausfordert, und Protagonist eines der sich am schnellsten entwickelnden Forschungsgebiete der Quantenphysik.
Damit sind Zeitkristalle nicht weniger mysteriös. Zu Beginn erhoffte sich ein Forscher, dass Zeitkristalle ohne Energiezufuhr endlos pulsieren können sollten. Damit würden sie wie ein Perpetuum Mobile ewig laufen und der Thermodynamik widersprechen. Seit ihrer Vorhersage vor nur 14 Jahren hat sich aber viel getan.
- Herkömmlicher Kristalle bestehen aus Strukturen, die sich regelmäßig im Raum wiederholen. Zeitkristalle wiederholen sich in der Zeit.
- Die Theorie stellte der Physiker Frank Wilczek vor 14 Jahren auf – und wurde kurz darauf widerlegt. Wenig später konnten Wissenschaftler Zeitkristalle aber in veränderter Form erzeugen.
- Heute erforschen Wissenschaftler weltweit Zeitkristalle. Eines Tages könnten sie bessere Sensoren, Speicher oder Uhren ermöglichen.
In nur wenigen Jahren haben Zeitkristalle den Sprung von der theoretischen Vorhersage ins reale Experiment geschafft. Wenn die Forschung in diesem Tempo weitergeht, könnten Zeitkristalle schon in naher Zukunft Quantencomputer robuster, Sensoren empfindlicher und Speicher unzerstörbar machen. Wie das gelungen ist und was dran ist an diesen Versprechen, zeigt dieser Artikel.
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