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Reifegrade im Team kalibrieren – vom Einzelurteil zum Konsens
- Eigen-Perspektive und Fremdwahrnehmung
- Wer führt das Self-Assessment durch?
- Baukasten
- Fazit
Systematische, strukturierte und vergleichbare Reifegradmessungen sind ein bewährter Weg, um die Softwarequalität in bestehenden Verfahren und Projekten zu messen. Sie dienen der Bestandsaufnahme, Fortschrittskontrolle und Risikominimierung. Die Erhebung und Durchführung von Reifegradmessungen erfolgen regelmäßig durch Interviewer mit Expertenwissen, wie darauf spezialisierte Dienstleister. Dabei fallen nicht nur signifikante Kosten an, sondern standardisierte schwergewichtige Erhebungen und Auswertungen stehen im Gegensatz zu aktuellen Bemühungen, Organisationen den Weg in die Agile Transformation zu weisen.
Um Kosten und Nutzen in einem überschaubaren Rahmen zu halten, sind Self-Assessments ein gangbarer Weg. Beim Self-Assessment stellt sich allerdings die Frage, durch wen und vor welchem Erkenntnisinteresse die jeweilige Messung erfolgt.
Die Produktivität in Teams leidet oft unter falschen oder verzerrten Wahrnehmungen der jeweils anderen Stakeholder. Wir beschreiben einen Fall, in dem ein dysfunktionales Team durch Erhebung von Reifegradmessungen und anschließender konsensorientierter Diskussion wieder erfolgreich wurde.
Simone Mester entwickelt und testet seit mehr als 20 Jahren Software. Zunächst im Banken- und Versicherungsbereich, seit 10 Jahren im öffentlichen Sektor. Als zertifizierte Scrum Masterin setzt sie sich für effiziente, teamorientierte Prozesse ein.
Dr. Oliver Kortendick ist ISTQB Certified Tester (Full Advanced Level) und QS-Evangelist mit langjähriger Erfahrung in der Softwareentwicklung und im Testmanagement. Seine Expertise umfasst klassische und agile Entwicklungsmodelle sowie die Umsetzung von Qualitätsstandards in Banken, Versicherungen, Medien und dem öffentlichen Sektor. Besonders interessiert er sich für quantitative und qualitative Erhebungsverfahren, statistische Auswertungen sowie die Weiterentwicklung von Testprozessen.
Eigen-Perspektive und Fremdwahrnehmung
Bei der Verfahrensentwicklung des Öffentlichen Dienstes treffen wir viele verschiedene Stakeholder an: Fachabteilungen, IT-Referate, Operations-Units und Softwareentwicklungs- und Beratungshäuser. Diese verbindet eine Vielzahl von Beziehungen. Zwar wird man im Regelfall unterstellen können, dass es ein übergeordnetes, gemeinsames Ziel gibt, nämlich die Fertigstellung einer Anwendung, aber auf dem Weg dahin gilt es, viele verschiedene Perspektiven und Interessen, ja auch Gegensätze auszugleichen und zur Zusammenarbeit zu motivieren. Je zerklüfteter und differenzierter eine Organisationsstruktur ist, desto mehr lokal gewachsene Eigentümlichkeiten werden möglicherweise mit allen Mitteln gepflegt und verteidigt.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels "Reifegrade im Team kalibrieren – vom Einzelurteil zum Konsens". Mit einem heise-Plus-Abo können Sie den ganzen Artikel lesen.











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