Dreame P-Wind 10 im Test: Mobile Klimaanlage mit App & Horizontal-Gebläse

vor 1 Tag 1

Die Dreame P-Wind 10 bringt als mobile Klimaanlage eine App-Steuerung mit und verteilt dank horizontalem Gebläse die Luft gleichmäßiger im Raum.

Als mobile Klimaanlage ist die Dreame P-Wind 10 in erster Linie für kleinere Räume ausgelegt. Eine 7000- und eine 9000-BTU-Variante arbeiten hier mit einer automatischen Oszillation, um die heruntergekühlte Luft nicht nur geradeaus zu blasen, sondern auch ein Stück weit nach links und rechts zu befördern. Zusätzlich zur Fernbedienung soll eine optionale App-Steuerung noch mehr Komfort liefern. Wie gut sich die Dreame P-Wind 10 im Einsatz schlägt, zeigt der Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung & Bedienung

Die Dreame P-Wind 10 kommt mit Abluftschlauch samt Schlauchanschluss, Wasserschlauch, Fenster-Kit, Fenster-Kit-Adapter, Fernbedienung, einem Satz Flügelschrauben, Batterien für die Fernbedienung und der Bedienungsanleitung. Das Fenster-Kit ist nur für Schiebefenster vorgesehen. Für die in Deutschland weitverbreiteten Flügelfenster muss man eine Abdeckung separat kaufen, wenn man während des Betriebs die warme Luft von draußen ein Stück weit eindämmen möchte.

Mit 7000 BTU ist die P-Wind 10 laut Dreame für Räume von bis zu 25 m² Größe ausgelegt und arbeitet mit einem Luftststrom von 290 m³/h. Eine etwas potentere und zugleich teurere 9000-BTU-Version der P-Wind 10 soll Räume von bis zu 33 m² ideal kühlen können, dann mit einem Luftststrom von 330 m³/h. Die niedrigste einstellbare Temperatur beträgt 16 °C, die höchste 32 °C.

Zur Steuerung des Geräts steht die inkludierte Fernbedienung bereit oder das Bedienfeld oben auf dem Gerät. Das Klimagerät hat einen Ventilatormodus, bei dem keine Kühlung zugeschaltet wird, sondern Luft wie bei einem regulären Standventilator geblasen wird. Der Luftentfeuchter-Modus entfernt, wie der Name verspricht, die Feuchtigkeit aus der Luft im Raum, was vor allem an besonders schwülen Tagen ein Segen sein kann. Per inkludiertem Wasserschlauch entleert man dann das Auffangbecken des P-Wind 10 nach getaner Arbeit.

Der Kühlmodus arbeitet mit dem Kühlmittel R290, zur Auswahl stehen drei Gebläsestufen. Standardmäßig bläst die Klimaanlage stur geradeaus, man kann aber hinzuschalten, dass die Luft horizontal und dadurch gleichmäßiger im Raum verteilt werden soll. Die Luft kommt dann immer noch vorn aus der Öffnung, wird aber zusätzlich leicht nach links und rechts geblasen. Eine motorisierte Blende, die sich auf und ab bewegt, um die kühle Luft zu verteilen, gibt es nicht. Vor dem Einsatz muss man sie manuell hochklappen und in die gewünschte Position bringen, damit das Gebläse die Luft in den Raum befördern kann.

Eine Timer-Funktion und einen Sleep-Modus gibt es ebenfalls. Im Sleep-Modus reduziert die Klimaanlage die Gebläsestufe, zudem erhöht sie die voreingestellte Temperatur nach einer Stunde um ein C° und nach einer weiteren Stunde erneut um ein C°. Auch wenn der Name es vielleicht erhoffen lässt: Der Sleep-Modus ist zwar leiser als der reguläre Betrieb, aber für uns immer noch zu laut, um dabei entspannt einschlafen zu können.

Im Kühlmodus bei voller Gebläsestufe erreicht die Dreame P-Wind 10 bis zu 65 dB(A) (per Smartphone-App gemessen), liegt im Schnitt aber bei etwa 59 dB(A). Zum Vergleich: der Sleep-Modus röhrt mit durchschnittlich etwa 54 dB(A) und erreicht Spitzen von bis zu 61 dB(A).

Alternativ zur Fernbedienung hat die P-Wind 10 auch eine App-Anbindung via Dreamehome. Darüber lässt sie sich problemlos steuern.

Design

Mit 305 × 700 × 285 mm ist die Dreame P-Wind 10 recht kompakt und passt somit gut auch in kleinere Räume, mit etwa 24 kg Eigengewicht ist sie aber nicht gerade leicht. Farblich hat man die Wahl zwischen Eierschalenweiß, von Dreame Gold genannt, und Schwarz. Das Gehäuse ist aus Kunststoff und fühlt sich robust an. Oben an den Seiten befinden sich Tragegriffe, um die Klimaanlage etwa über einen Teppich oder über Stufen tragen zu können. Zudem ist sie, wie die meisten portablen Klimageräte, mit vier Rollen ausgestattet, was den Transport von einem Raum in den anderen erleichtert.

Dreame P-Wind 10 - Bilder

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Eine Möglichkeit, die Fernbedienung am Gerät zu verstauen, bietet die Dreame P-Wind 10 leider nicht. Der Abluftschlauch hängt wie bei den meisten mobilen Klimaanlagen einfach hinten am Gerät. Möchte man die P-Wind 10 verstauen, muss man zuvor den Schlauch entfernen und zusammenklappen.

Ersteinsatz

Die Einrichtung der Dreame P-Wind 10 geht einfach von der Hand. Nach dem Auspacken muss man den Abluftschlauch mit dem Schlauchanschluss verbinden, um ihn an der Klimaanlage anzubringen. Optional kann man noch den Fenster-Kit-Adapter am anderen Ende des Schlauchs anbringen. Schlussendlich muss man noch die Batterien in die Fernbedienung einsetzen, und die Klimaanlage ist einsatzbereit.

Wichtig: Hat man die Klimaanlage beim Transport oder anschließendem Aufbau um mehr als 45 Grad gekippt, sollte man das Gerät laut Hersteller vor der Nutzung für 24 Stunden aufrecht ruhen lassen.

Bei der App geht es nicht ganz so reibungslos zu: Versuchen wir, sie mit dem Klimagerät zu verknüpfen, beklagt sie ständig, dass kein 2,4-GHz-Netz vorhanden sei. Nachdem wir dann unser Dual-Band-Wifi exklusiv auf 2,4 GHz umstellen, erkennt die App zwar endlich das Internet, scheitert aber jedes Mal an der Einrichtung. Frustrierend ist in diesem Zusammenhang auch, dass man bei jedem neuen Verbindungsversuch das WLAN-Passwort erneut eingeben muss. Das Ganze geht 20 Minuten so weiter, bis es dann irgendwann einmal klappt.

Dreame P-Wind 10 - Bilder App

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Nach der „erfolgreichen“ Verknüpfung von App und P-Wind 10 können wir auch wieder auf Dual-Band-Wifi umsteigen – die Verbindung zur P-Wind 10 bleibt bestehen. Warum das nicht von vorneherein so ging, ist uns ein Rätsel. Die App bietet im Prinzip die gleichen Steuerungsmöglichkeiten wie die Fernbedienung: Die Klimaanlage einschalten, Timer einrichten, Temperatur anpassen oder den Modus wechseln.

Direkt beim ersten Einsatz der Klimaanlage fällt uns ein leises, aber beständiges helles Fiepen auf, welches das Gebläse permanent begleitet. Tagsüber war das nach einiger Zeit nicht mehr störend und verschwand für unser Gehör irgendwann im Hintergrund. Menschen, die auf solche Geräusche jedoch empfindlich reagieren, sollten hier definitiv nach einer Alternative Ausschau halten.

Kühlleistung & Energieverbrauch

Hinweis: Wie gut die Klimaanlage am Zielort kühlt, ist von vielen Faktoren abhängig. Dazu zählt die Isolierung sowie die Größe des Raums, die derzeitige Außentemperatur und ob dem Raum zusätzlich (kühlere) Luft hinzugeführt wird. Die von uns beobachtete Leistung ist eine Momentaufnahme unter stark individuellen Bedingungen und nicht mit einer genormten Labormessung gleichzusetzen.

Wir testen die Dreame P-Wind 10 in einem 16 m² großen Arbeitszimmer einer schlecht isolierten Dachgeschosswohnung ohne zusätzlich zugeführte kühle Luft. Der Abluftschlauch führt die Luft durch ein geöffnetes Flügelfenster mit zusätzlich angebrachter Stoffabdeckung aus dem Zimmer. Die Außentemperatur beträgt zu diesem Zeitpunkt etwa 29 °C, die gemessene Temperatur im Zimmer knapp 26 °C.

Bereits wenige Minuten, nachdem wir die Klimaanlage gestartet haben, fühlt sich die Luft im Raum merklich kühler an. Wir verwenden hierbei die höchste Gebläsestufe mit aktivierter horizontaler Luftverteilung und einer Zieltemperatur von 20 °C. Innerhalb einer dreiviertel Stunde sinkt die Zimmertemperatur um 1 °C, während es im gesamten Raum durch die permanente kühle Luftzufuhr fast schon frisch ist. Verlässt man das Zimmer und betritt den Rest der Wohnung, fällt der Unterschied direkt stark auf und man wird von der drückenden warmen Luft beinahe erschlagen. Hier kann die P-Wind 10 definitiv überzeugen.

Mit diesen Einstellungen startet die Dreame P-Wind 10 mit einem Stromverbrauch von 547 W, der sich Schritt für Schritt auf 772 W hocharbeitet und dort dann bleibt. Im Sleep-Modus sinkt zwar die Kühlleistung der kompakten Klimaanlage, dafür bleibt der Stromverbrauch mit 104 W auch deutlich geringer.

Preis

Die Dreame P-Wind 10 mit 7000 BTU hat eine UVP von 359 Euro, aktuell gibt es das Modell allerdings schon für 319 Euro auf der Dreame-Website. Für 359 Euro gibt es dort aktuell die 9000-BTU-Variante (UVP 399 Euro). Der Funktionsumfang beider Einheiten ist der gleiche, die 9000-BTU-Version hat allerdings einen stärkeren Luftstrom und ist somit laut Dreame für Räume von bis zu 33 m² ausgelegt.

Fazit

Was die Kühlleistung angeht, überzeugt die Dreame P-Wind 10 im Einsatz. Kleinere Zimmer kann sie problemlos abkühlen, während die horizontale Verteilung der kühlen Luft bereits nach wenigen Minuten im Einsatz einen merklichen Unterschied bewirkt. Schade ist, dass in diesem Zusammenhang auf eine motorisierte Blende verzichtet wurde und man diese händisch öffnen und schließen muss.

Die Bedienung via Fernbedienung und Touchfeld funktioniert problemlos. Auch per App lässt sich die kompakte mobile Klimaanlage einfach steuern – sofern man sich zuvor mit dem frustrierenden Einrichtungsprozess herumgeschlagen hat. Der Formfaktor macht sie vor allem in kleineren Wohnungen zur platzsparenden Kühlmöglichkeit. Leider dürfte ein permanent auftretendes helles Fiepen viele von einem Kauf des ansonsten kompetenten Klimageräts abhalten.

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