Es sind Zahlen, die auch Finanzpolitikern mit vergleichsweise niedrigem Ruhepuls die Schweißperlen auf die Stirn treiben können: Steuert die Politik nicht bald gegen, dürfte das jährliche Haushaltsdefizit von Bund, Ländern und Kommunen bis 2030 von zuletzt 124 Milliarden auf 310 Milliarden Euro pro Jahr steigen. So steht es in einer neuen Studie, deren erste Ergebnisse der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Clemens Fuest, am Dienstag vorstellte. Tatsächlich wird allein der Bund 2030 aller Voraussicht nach 200 Milliarden Euro mehr an neuen Krediten aufnehmen müssen, als er an alten tilgen kann. Man muss kein Schuldenbremsenfetischist sein, um zu erkennen, dass eine solche Entwicklung langfristig nicht durchhaltbar sein wird.
Bundeshaushalt: Wie der Bund 60 Milliarden Euro im Jahr sparen könnte
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