Die Plattform X hat mit der schrittweisen Einführung des Bezahldienstes X Money in den USA begonnen. Damit kommt Elon Musk seinem Ziel näher, X zu einer „Alles-App“ auszubauen, über die Nutzer kommunizieren, bezahlen und weitere Alltagsdienste nutzen können.
X Money soll ein digitales Wallet und klassische Bankfunktionen direkt in die Plattform integrieren. Für Einzahlungen lassen sich externe Bankkonten oder Debitkarten verknüpfen. Nutzer können Zahlungen empfangen, Geld überweisen, Rechnungen bezahlen und kostenlos Geld an andere X-Money-Nutzer schicken. Dazu kommt eine Visa-Debitkarte ohne zusätzliche Auslandseinsatzgebühren, die sich mit Apple Pay, Google Pay und weiteren unterstützten Wallets nutzen lässt und bei berechtigten Einkäufen drei Prozent Cashback bietet. X erstattet sämtliche Gebühren für Bargeldabhebungen an Geldautomaten innerhalb von drei Kalendertagen.
Für die Anmeldung bei X Money ist ein Passkey erforderlich. Nutzer können außerdem individuelle Transaktionslimits festlegen und für ausgewählte Zahlungen eine zusätzliche Authentifizierung verlangen. Premium-Plus-Abonnenten erhalten bis zu sechs Prozent Jahreszins, während Premium-Abonnenten diesen Zinssatz nur unter bestimmten Voraussetzungen erreichen.
Keine Angaben zu Europa und Krypto
Der hinter X Money stehende Zahlungsdienstleister X Payments ist selbst keine Bank. Stattdessen werden die Einlagenkonten bei der mittelgroßen Cross River Bank geführt. Über ein Cash-Sweep-Programm können die Gelder auf weitere Partnerbanken verteilt werden, wodurch sich der Schutz durch die US-Einlagensicherung unter den geltenden Voraussetzungen auf insgesamt bis zu zehn Millionen US-Dollar erhöhen kann.
X Money war bisher nur im Rahmen einer geschlossenen Betaphase auf Einladung verfügbar und wird nun schrittweise für ausgewählte Abonnenten von Premium und Premium Plus in den USA eingeführt. Ob und wann X Money nach Europa kommt, ist nicht bekannt. Kryptowährungen werden in der Ankündigung auf X und im FAQ ebenfalls nicht erwähnt. Ob X Money künftig Bitcoin, Dogecoin oder andere Digitalwährungen unterstützt, bleibt damit offen.
Die nun gestartete Version geht über die Anfang 2025 umrissene Zahlungsfunktion hinaus. Damals stellte X Visa als ersten Partner für Finanzdienstleistungen vor und kündigte über Visa Direct vor allem Geldtransfers zwischen X-Money-Konten sowie Übertragungen auf externe Bankkonten an. Eine physische Kredit- oder Debitkarte wurde Mitte 2025 noch geprüft. Heute bündelt X Money ein verzinstes Einlagenkonto, eine Debitkarte, Cashback und verschiedene Zahlungswege direkt in der Plattform. Damit ähnelt der Dienst eher einem in X eingebetteten digitalen Bankangebot als einer einfachen Bezahlfunktion.
(tobe)










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