WHO begrüßt angekündigte Rückkehr der USA in globale Impfallianz Gavi

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WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hat die von den USA in Aussicht gestellte Wiederannäherung an die Impfallianz Gavi begrüßt. Er hoffe, dass Washington auch seine Mitgliedschaft in der Weltgesundheitsorganisation (WHO) überdenke, sagte Tedros am Mittwoch in Genf.

US-Außenminister Marco Rubio hatte am Dienstag erklärt, Washington werde die Zusammenarbeit mit Gavi wieder aufnehmen. Die Impfallianz bringt öffentliche und private Geldgeber zusammen, um Entwicklungsländern Impfstoffe gegen wichtige Krankheiten zu erschwinglichen Preisen zugänglich zu machen. Sie unterstützt nach eigenen Angaben Impfungen für mehr als die Hälfte der Kinder weltweit – unter anderem gegen Covid-19, Ebola, Malaria, Tollwut, Polio, Cholera, Tuberkulose, Typhus und Gelbfieber.

Bei der Entscheidung Rubios geht es auch um den aktuellen Ebolaausbruch in Kongo. Gegen den aktuellen Erreger gibt es bislang noch keine Impfung – mehr dazu hier . Diese muss erst, wie bei früheren Ebola-Epidemien auch, entwickelt werden.

Rubio sagte laut »New York Times« in einer Anhörung vor Senatoren , dass er anstrebe, dass die Zusammenarbeit mit der Impfallianz Gavi wieder über sein Außenministerium laufen solle – so wie es lange Zeit üblich gewesen sei. Gesundheitsminister Kennedy solle gleichwohl eine »führende Rolle« bei Fragen der Gavi-Finanzierung spielen.

Gavi-Chefin Sania Nishtar erklärte, sie sei durch Rubios Äußerungen »sehr ermutigt«. Eine Freigabe der vom US-Kongress bewilligten Mittel würde dazu beitragen, die Welt vor Infektionsgefahren zu schützen. Dies gelte auch mit Blick auf die Entwicklung von Impfstoffen gegen die seltene Ebola-Variante Bundibugyo, die derzeit einen tödlichen Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo verursacht (mehr hier). Gavi hatte zuvor angekündigt, bis zu 50 Millionen Dollar für die Arbeit an Vakzinen gegen die Ebola-Variante bereitzustellen.

Tedros verwies angesichts des Ebolaausbruchs auch auf die Bedeutung der WHO. Das Virus könne nicht ohne Zusammenarbeit bekämpft werden; die WHO sei dafür eine der entscheidenden Organisationen. Die Rückkehr der USA zur WHO sei »keine Frage des Geldes«, sagte Tedros. Die Organisation sei finanziell inzwischen stabil. Zur Bekämpfung von Ausbrüchen seien aber Zusammenarbeit und Solidarität entscheidend.

US-Präsident Donald Trump hatte an seinem ersten Tag nach der Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 den Austritt der USA aus der WHO eingeleitet. Die USA waren traditionell der größte Geldgeber der Uno-Gesundheitsorganisation. Nach den Worten Tedros' arbeitet die WHO aber weiterhin mit Washington zusammen. Auch Kennedy und er sprächen regelmäßig miteinander. Tedros verwies zudem auf den finanziellen Beitrag der USA zur Ebola-Bekämpfung.

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