Im Libanon gilt erneut eine Feuerpause. Doch Israels Militär zieht sich nicht aus dem Südlibanon zurück und warnt geflohene Bewohner vor einer Rückkehr in ihre Dörfer.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, mga 4. Juni 2026, 10:53 Uhr
Die israelische Armee wird ihre Einsätze im Libanon trotz der vereinbarten Waffenruhe vorerst fortsetzen und ihre Truppen nicht abziehen. Das teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Demnach wird das Militär in den besetzten Gebieten im Süden des Libanon bleiben, die aus Sicht Israels als sogenannte Pufferzone zum Schutz nordisraelischer Gemeinden vor Angriffen der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz dienen soll.
Zudem warnte das israelische Militär die Bewohner des Südlibanons vor einer Rückkehr in ihre Heimatdörfer. »Die Kämpfe im Südlibanon gehen weiter«, teilte ein Armeesprecher in arabischer Sprache auf X mit. Es würden Ziele der Hisbollah angegriffen. Katz sagte, Israel behalte sich mit Unterstützung der USA das Recht vor, bei neuen Angriffen auf sein Staatsgebiet auch in der libanesischen Hauptstadt Beirut einzugreifen.
Die von den USA vermittelte erneute Feuerpause war am Mittwoch beschlossen worden. Sie sieht vor, dass die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon ihre Angriffe einstellt und ihre Kämpfer aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses nahe der libanesischen Grenze zu Israel zurückzieht. Die Kontrolle in der Region soll laut der Vereinbarung dem libanesischen Militär übertragen werden.
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