VfL Wolfsburg: Tobias Strobl vom SC Verl wird neuer Cheftrainer

vor 6 Stunden 1

Der VfL Wolfsburg hat einen neuen Trainer: Der Bundesliga-Absteiger hat die Verpflichtung von Tobias Strobl verkündet. Der 38-Jährige kommt vom Drittligisten SC Verl und erhält laut Clubmitteilung einen Vertrag bis Sommer 2028.

Strobl hatte Verl in der vergangenen Saison auf Platz sechs in Liga drei geführt. Er folgt auf Dieter Hecking, der nach der verlorenen Relegation gegen den SC Paderborn zum Sport-Geschäftsführer befördert wurde und in dieser Funktion seinen eigenen Nachfolger suchte.

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In den vergangenen Tagen hatte es bereits Gerüchte über Strobl gegeben. Dennoch überrascht die Entscheidung; in den vergangenen Jahren fischte Wolfsburg auf der Trainerposition zumeist in anderen Gefilden, bemühte sich um Toptrainer auch aus dem nahen Ausland. So galt auch diesmal der umworbene Alexander Blessin vom FC St. Pauli lange als Favorit.

Hecking lobte Strobl als Trainer »mit großer Energie und einer klaren Vorstellung vom Fußball, der trotz seines jungen Alters bereits viel Erfahrung mit nach Wolfsburg bringt«. Der Trainerroutinier hob Strobls Arbeit an der Schnittstelle zwischen Nachwuchs und Profibereich hervor. »Wie man eine Mannschaft formt und Spieler weiterentwickelt, sie auf ein neues Niveau bringt, das hat er nicht nur in Verl zuletzt eindrucksvoll nachweisen können.«

Der gebürtige Bayer Strobl trainierte unter anderem den 1. FC Schweinfurt 05 und die zweite Mannschaft des FC Augsburg, ehe er 2025 nach Verl wechselte.

Niederlage in der Relegation

Wolfsburg ist kommende Saison erstmals nach knapp 30 Jahren wieder zweitklassig. Der VfL schaffte es zwar in der Bundesliga noch vor den FC St. Pauli und vor den 1. FC Heidenheim, verlor aber im Anschluss die Relegation gegen den SC Paderborn.

Die Wolfsburger gelten allein schon wegen ihres Budgets als große Aufstiegsfavoriten. Zuletzt machten sie die Verpflichtung des Zweitliga-Topstürmers Fraser Hornby offiziell, der für kolportierte vier Millionen Euro aus Darmstadt kommt.

Das Beispiel Wolfsburg mit seinem Geldgeber VW zeigt: Wenn ein Club viel falsch macht, nützen ihm auch all die Millionen wenig. Der Wettbewerb mit den Investorenvereinen bleibt trotzdem unfair. Einen Kommentar zum Abstieg des VfL Wolfsburg lesen Sie hier .

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