UN-Sicherheitsrat: Wadephul braucht 128 Stimmen im Finish gegen Österreich

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Deutschland bewirbt sich um einen Sitz im Sicherheitsrat. Doch auch Portugal und Österreich wollen ins mächtige UN-Gremium. Eine Niederlage wäre eine Blamage.

3. Juni 2026, 5:41 Uhr

 der deutsche Außenminister Johann Wadephul vor dem UN-Gebäude
Wahlkampf in New York: der deutsche Außenminister Johann Wadephul vor dem UN-Gebäude © Juliane Sonntag/​AA/​imago images

Zählen, werben, Versprechungen machen. Wieder zählen, noch mehr werben, noch ein paar Versprechungen machen. Und am Ende vielleicht dennoch mit einer Niederlage dastehen, wenn die im Auswärtigen Amt streng vertraulich geführte Strichliste an der Realität vorbeigeht. Auf dieser wichtigen Liste der deutschen Diplomatie sind all jene Länder aufgeführt, die Deutschland ihre Stimme für einen nicht ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat zugesagt haben. Das Ziel: 128 Ja-Stimmen.

Nur, mit Zusagen in der Politik ist das ja so eine Sache, da bildet die Welt der Vereinten Nationen keine Ausnahme. Ob Absprachen bei einer geheimen Wahl eingehalten werden, hängt hier von vielen Faktoren ab: von Tauschgeschäften, politischen Verbindlichkeiten, manchmal auch persönlichen Dingen. Die Realität am Tag vor der für Deutschland so wichtigen Abstimmung ist: Nichts ist sicher.

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