Dieser Tag ist eine außenpolitische Katastrophe. Als Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Generalversammlung das Ergebnis des ersten Wahlganges verkündet, jubelt erst Portugal, danach direkt Österreich. Außenminister Johann Wadephul sitzt rechts außen auf der deutschen Bank und applaudiert höflich, die Gesichtszüge unbewegt. Der Schock ist an die Stelle der Zuversicht getreten. Die hatte Deutschland in diesen letzten Tagen der Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat so unbedingt ausstrahlen wollen. Immer mit dem Hinweis, dass es knapp werden würde, dass nichts sicher sei. Erwartungsmanagement, verpackt mit einem Optimismus, dass es schon gut gehen würde für Deutschland.

vor 2 Stunden
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