Ukrainekrieg: Französische Marine setzt im Atlantik erneut russischen Öltanker fest

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Die französische Marine hat im Atlantik einen mit internationalen Sanktionen belegten Öltanker gestoppt. Das Schiff gehört zur sogenannten russischen Schattenflotte.

Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AFP, Aktualisiert am 1. Juni 2026, 8:28 Uhr

 Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilte im Onlinedienst X mit, dass die französische Marine im Atlantik einen aus Russland kommenden Öltanker festgesetzt habe.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron teilte im Onlinedienst X mit, dass die französische Marine im Atlantik einen aus Russland kommenden Öltanker festgesetzt habe. © Manon Cruz/​Reuters

Die französische Marine hat im Atlantik erneut einen aus Russland kommenden Öltanker festgesetzt. Das Schiff Tagor sei am Sonntagmorgen in internationalen Gewässern mit Unterstützung Großbritanniens und weiteren Partnern gestoppt worden, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X.

»Es ist inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgehen, das Seerecht verletzen und den Krieg finanzieren, den Russland seit mehr als vier Jahren gegen die Ukraine führt«, schrieb Macron. Zu seiner Mitteilung veröffentlichte er Aufnahmen des Einsatzes.

Zur russischen Schattenflotte sollen bis zu tausend Schiffe gehören

Es war die vierte Festsetzung eines Schiffes durch Frankreich im Kampf gegen die sogenannte russische Schattenflotte. Mit den oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen umgeht Russland unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte. Nach französischen Angaben gehören 800 bis 1.000 Schiffe zu der Flotte.

Frankreich hatte zuletzt im März im Mittelmeer einen Tanker aus der russischen Schattenflotte festgesetzt. Die Deyna hatte nach Zahlung einer Geldsumme ihre Fahrt fortgesetzt. Die französische Regierung hatte damals angekündigt, die Strafen für das Fahren unter falscher Flagge in internationalen Gewässern zu verdoppeln.

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