Lange dachten viele Menschen in der Türkei: So weit geht Präsident Recep Tayyip Erdoğan nicht. Nun haben sie Gewissheit: Er geht doch so weit. Ein türkisches Gericht setzte den gewählten Parteichef der größten Oppositionspartei ab – Özgür Özel. Eingesetzt wurde sein Vorgänger, der mehrmals bei Wahlen gegen Erdoğan und dessen AKP verloren hatte und von den eigenen Leuten nun »Verräter« genannt wird.
In dieser Ausgabe von »Acht Milliarden« spricht Host Juan Moreno mit Maximilian Popp, der für den SPIEGEL seit Jahren über die Türkei berichtet. Was hat Erdoğan aus der Türkei gemacht? Ist das Land noch eine Demokratie, wenn die gefährlichsten Kontrahenten des Präsidenten ins Gefängnis gesteckt werden und sich die Regierungspartei ihre Herausforderer selbst aussucht? Oder merkt Erdoğan gerade, dass ihm mittelfristig das gleiche Schicksal wie Viktor Orbán in Ungarn droht?
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