UN-Sicherheitsrat: Merz will bei nächster Sicherheitsratswahl Kampfabstimmung vermeiden

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Deutschland wolle sich erneut für einen Platz im UN-Sicherheitsrat bewerben, kündigt Bundeskanzler Friedrich Merz an. Die Bewerbung solle aber besser vorbereitet werden.

5. Juni 2026, 16:57 Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat eine weitere Kandidatur Deutschlands für den UN-Sicherheitsrat angekündigt. © Michael Kappeler/​dpa

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat nach der gescheiterten Bewerbung um einen der nicht ständigen Sitze im UN-Sicherheitsrat eine erneute Kandidatur Deutschlands angekündigt. »Wir bewerben uns für die Periode 2035/36 erneut als Mitglied des UN-Sicherheitsrates«, sagte Merz nach auf einer Pressekonferenz in Montenegro. Wichtig sei ihm dabei, dass es nicht wieder »konkurrierende Bewerbungen aus Europa, insbesondere aus der Europäischen Union« gebe.

»Wir werden das diesmal längerfristig von Anfang an gut vorbereiten«, sagte Merz weiter. Es gebe noch ein weiteres Land aus der westeuropäischen Gruppe, das sich ebenfalls bewerben werde. Er werde auch in der EU dafür werben, dass es bei diesen beiden Ländern bleibe, sagte er.

Die gescheiterte Bewerbung in diesem Jahr sei vor vielen Jahren erklärt worden, sie sei aber erst sehr spät von seiner aktuellen Regierung übernommen worden. Die schwarz-rote Regierung habe sich im Koalitionsvertrag entschieden, an der Bewerbung festzuhalten, das habe jedoch nicht ausgereicht. »Wir wollen das nächstes Mal besser machen.« Er dankte dem Außenminister Johann Wadephul (CDU) für sein großes Engagement, das er für die Bewerbung aufgebracht habe.

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