Was heute wichtig war
Frei wird nach Kabinettsumbildung neuer Unionsfraktionsvorsitzender. Elf Tage nach dem Rücktritt von Jens Spahn hat die Unionsfraktion im Bundestag einen neuen Vorsitzenden. In einer Sondersitzung wählten die Abgeordneten den bisherigen Kanzleramtschef Thorsten Frei mit 91,9 Prozent. Zuvor hatte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Nina Warken zur Kanzleramtschefin, Carsten Linnemann zum neuen Gesundheitsminister und Steffen Bilger (alle CDU) zum Verkehrsminister ernannt. Bundeskanzler Friedrich Merz steht wegen der von Pannen begleiteten Kabinettsumbildung in der Kritik. Zum Artikel
- MEINUNG: Merz soll seine Partei nicht wie eine Firma führen? Doch, genau das sollte er tun
- Newsblog zur Bundespolitik: Fraktionschef Frei: „Ich werte das klare Votum der Fraktion als Vertrauensbeweis und auch als Rückenstärkung“
BMW baut weltweit 8000 Jobs ab. Lange vermittelte der Autobauer, die Krise betreffe ihn nicht - bis der neue Chef Milan Nedeljković Mitte Juni die Prognosen zusammenstrich. Nun könnte jede elfte Stelle in Deutschland wegfallen. Etwa 40 000 Beschäftigte sollen ab Oktober ein Abfindungsangebot erhalten. BMW plant für das Programm einen dreistelligen Millionenbetrag ein. Zum Artikel
- MEINUNG: BMW hat die Lage zu lange schöngeredet
- Angekündigter Stellenabbau: Wie es der Belegschaft des Münchner Autobauers geht
Eine Welle der Wut trifft Infantino wegen geplantem Teilverkauf der WM-Rechte. Der Fußball-Weltverband Fifa und sein Präsident Gianni Infantino ernten für die milliardenschweren Pläne zur Beteiligung von Investoren weltweit Kritik. Am Dienstag hatte die Fifa bestätigt, Investoren mit bis zu 4,2 Milliarden Dollar an einer kommerziellen Firma beteiligen zu wollen, in der Weltmeisterschaften und andere Großveranstaltungen gebündelt werden. Wichtigster Investor dafür soll Thrive Eternal sein. Hinter der Firma steht Joshua Kushner, der Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Zum Artikel
Disziplinarverfahren gegen Münchner Ex-Oberbürgermeister Reiter eingestellt. Die Regierung von Oberbayern stellt das Disziplinarverfahren gegen Alt-Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wegen nicht genehmigter Nebentätigkeiten beim FC Bayern ein. Reiter erhielt von Ende 2021 an insgesamt 90 000 Euro vom FC Bayern ohne die ab 10 000 Euro jährlich erforderliche Stadtratsgenehmigung. Obwohl ein Dienstvergehen festgestellt wurde, sind Sanktionen gegen Ruhestandsbeamte wie Reiter rechtlich ausgeschlossen. Zum Artikel
Frauenanteil in Vorständen sinkt erstmals wieder. Der jahrelange Anstieg des Frauenanteils in den Führungsetagen ist weitgehend zum Stillstand gekommen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie. In den Aufsichtsräten der 183 größten börsennotierten Unternehmen des Landes stagniert der Frauenanteil bei 37 Prozent, in den Vorständen ist er erstmals sogar gesunken – von 19,9 auf 19,1 Prozent. Gleichzeitig steigt die Zahl der Unternehmen, die mit der Zielgröße Null planen, also damit, keine einzige Frau in ihr Führungsgremium zu berufen. Zum Artikel
Regierung mildert Reiches Kürzungspläne ab. Monatelang wurde im Kabinett gerungen, jetzt ist klar, wie das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz aussieht. Hauseigentümer, die Solarstrom ins Netz einspeisen wollen, müssen sich auf Kürzungen einstellen, es wird jedoch Übergangszahlungen geben. Zum Artikel
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