Software Testing: Warum andere Disziplinen bessere Software bauen

vor 1 Tag 3

Wer gestaltet eigentlich die Software, die unseren Alltag durchdringt, und wessen Werte fließen dabei ein? Richard Seidl und Prof. Claudia Nass Bauer sprechen darüber, warum homogene Teams blinde Flecken produzieren, die keine böse Absicht sind, sondern einfach das natürliche Ergebnis, wenn immer dieselben Perspektiven am Tisch sitzen. Diversität in der Softwareentwicklung bedeutet, dass Teams Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen, etwa Design, Psychologie oder Soziologie, einbeziehen – nicht nur Informatiker. Denn interdisziplinäre Teams treffen bessere Entscheidungen, weil sie blinde Flecken einzelner Perspektiven ausgleichen.

Im Gespräch geht es um unbewusste Denkmuster, um Kommunikationssysteme, die in männerdominierten Gruppen entstehen, und darum, wie agile Methoden mit kleinen Teams diesen Mustern entgegenwirken können. Claudia Nass Bauer stellt außerdem ein Forschungsprojekt vor, das Studentinnen aus Design, Psychologie und Sozialwissenschaften gezielt an Softwareentwicklung heranführt, weil viele von ihnen schlicht nicht wissen, dass sie dort einen echten Beitrag leisten könnten.

Richard Seidl

Richard Seidl ist Berater, Speaker und Podcast-Host. Für ihn ist klar: Wer heute exzellente Software kreieren möchte, denkt den Entwicklungsprozess ganzheitlich: Menschen, Kontext, Methoden und Tools. Er hat seine Erfahrungen in acht Fachbüchern veröffentlicht, betreibt erfolgreich zwei Community-Podcasts und ist Beirat der heise-Konferenz betterCode() Testing.

„Wenn nur eine Perspektive abgebildet ist, dann wird diese Perspektive ausgedrückt. Das sind die Produkte, die wir bauen.“ – Claudia Nass Bauer

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Claudia Nass Bauer ist Professorin für Design-Strategie an der Hochschule Mainz. Seit Beginn ihrer beruflichen Laufbahn arbeitet sie in interdisziplinären Teams an digitalen Lösungen und setzt sich engagiert dafür ein, Design und Software-Engineering in Forschung und Lehre zu verknüpfen. Ihr Schwerpunkt liegt auf der strategischen Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen sowie auf Design- und Innovationsprozessen. Aktuell leitet sie an der Hochschule Mainz das Forschungsprojekt WiSE (Activating Women in Software Engineering). Bereits seit 2006 ist sie zudem am Fraunhofer IESE tätig. Dort konzentriert sie sich auf die Entwicklung, Erprobung und Anwendung nutzerzentrierter UX-Methoden, insbesondere im Rahmen von Forschungs- und Beratungsprojekten für eine Vielzahl von Industriekunden aus unterschiedlichsten Domänen.

Dieses Format fokussiert sich auf Softwarequalität: Ob Testautomatisierung, Qualität in agilen Projekten, Testdaten oder Testteams – Richard Seidl und seine Gäste betrachten die Dinge, welche die Qualität in der Softwareentwicklung steigern.

Die aktuelle Episode ist auch auf Richard Seidls Blog verfügbar.

(mai)

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