Philipp Lahm Lahm wirft der Bundesliga Austauschbarkeit vor

vor 16 Stunden 2

Der frühere DFB-Kapitän Philipp Lahm hat den deutschen Fußball im europäischen Vergleich kritisiert. »Die Bundesliga insgesamt macht mir Sorgen im Vergleich mit anderen europäischen Topligen. Die englische Premier League steht für Wucht und Athletik, die spanische La Liga für anspruchsvollen Ballbesitzfußball – und die Bundesliga? Mir fällt kein passendes Etikett ein«, sagte Lahm im Interview mit dem »stern«-Magazin .

Man bilde in Deutschland »zu viele ähnliche Spielertypen aus, die alles ganz gut können, aber keine Position perfekt beherrschen. Es fehlen klare Profile«, sagte Lahm, der unter anderem als Berater für den Bundesligisten VfB Stuttgart tätig ist.

DFB-Elf fehlt laut Lahm »Gerüst«

In der Nationalmannschaft muss deshalb auch bei der WM Kapitän Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger spielen. »Ich würde mir wünschen, dass Joshua in der Nationalelf im zentralen Mittelfeld spielt. Bei den Bayern tut er das seit Jahren auf höchstem Niveau«, sagte Lahm und weiter: »Aber auch auf rechts sehe ich ihn nicht als Notlösung. Er ist ein Weltklassespieler, auch auf der Außenbahn.«

Laut Lahm könne man ohnehin »das Fehlen von Spezialisten kompensieren, wenn man ein Gerüst hat mit fünf bis sechs Stammspielern, die miteinander harmonieren. Dieses Gerüst kann ich bislang nicht erkennen. Das hat mit Verletzungen von Spielern zu tun, aber nicht nur. Ein bisschen mehr Konstanz würde der Nationalmannschaft guttun«, sagte Lahm.

Er wiederholte damit frühere Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann. Die vielen Wechsel gäben den etablierten Spielern nicht die nötige Sicherheit, sagte Lahm im Dezember 2025.

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