Wie bereits geplant, wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Kürze mehrere seiner Angebote bündeln oder ganz einstellen. Im Info-Bereich sollen aus den vier Kanälen Tagesschau 24, Phoenix, ZDF Info und ARD Alpha nur noch zwei Programme werden. Aus den Programmen für junge Erwachsene, ARD One und ZDF Neo, einer.
Neue Namen, bekannte Angebote
Wie die öffentlich-rechtlichen Sender am Mittwoch ankündigten, laufen die entsprechenden Inhalte ab 2027 unter folgenden Markennamen:
Bei den Verantwortlichen gibt man sich über die Neuordnung optimistisch. »Da kommt das Beste aus beiden Welten zusammen, auch wenn das für ZDF und ARD keine leichte Arbeit war«, sagte ZDF-Intendant Norbert Himmler. Der ARD-Vorsitzende und HR-Intendant Florian Hager glaubt an eine nachhaltige Stärkung des Angebots: »Erfolgreiche digitale Angebote wie Funk oder auch Kika zeigen, was ARD und ZDF schaffen können, wenn sie vor allem im Digitalen spezifische Zielgruppen gemeinsam ansprechen.«
Für die bisher nur von der ARD betriebenen Kanäle gilt, dass das Vorhaben unter Vorbehalt steht, in manchen Bereichen braucht es dafür noch eine Zustimmung der Gremien. Die Zusammenlegung der Sender war indes nicht die einzige Sparmaßnahme, die im Reformstaatsvertrag beschlossen wurde: Unter anderem gibt es künftig eine Deckelung für die Summe, die der öffentlich-rechtliche Rundfunk für Sportrechte ausgeben darf. Außerdem werden von den bereits kräftig zusammengesparten Radiowellen weitere wegfallen: Statt 70 terrestrisch verbreiteter Programme der Landesrundfunkanstalten sollen es in Zukunft nur noch 53 sein.

vor 2 Stunden
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