Mark Rutte in Kyjiw: Generalsekretär Mark Rutte besucht mit Nato-Nordatlantikrat Kyjiw

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In der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw ist eine Delegation des Nato-Nordatlantikrats angekommen – angeführt von Generalsekretär Mark Rutte. Das Programm ist unbekannt.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, Aktualisiert am 3. Juni 2026, 12:35 Uhr

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 Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist in der Ukraine eingetroffen.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist in der Ukraine eingetroffen. © Ministry of Foreign Affairs of Ukraine/​Handout/​Reuters

Nato-Generalsekretär Mark Rutte ist zu einem Besuch in der von Russland angegriffenen Ukraine eingetroffen. Er wird nach Angaben seiner Sprecherin von den Botschaftern der Bündnisstaaten in Brüssel begleitet. Der Besuch ist demnach eine Reise des Nordatlantikrats, der das höchste politische Entscheidungsgremium der Nato ist und auf Botschafterebene in der Regel mindestens einmal in der Woche tagt.

Der Besuch sei »äußerst wichtig« und eine »Geste der Solidarität und Unterstützung« der Nato für die Ukraine, teilte der Bahnbetreiber Ukrsalisnyzja in Onlinediensten mit. Auf Bildern ukrainischer Medien ist zu sehen, wie Rutte am Bahnhof in der Hauptstadt Kyjiw aus einem Nachtzug steigt. Die Reise wurde im Vorfeld nicht angekündigt.

Zum genauen Programm des Besuchs wollte sich die Sprecherin aus Sicherheitsgründen nicht äußern. Rutte war in der Vergangenheit bereits öfter zu Gast in Kyjiw, um dort Präsident Wolodymyr Selenskyj und andere Politikerinnen und Politiker zu treffen.

Rutte fordert mehr Unterstützung

Die Nato bemüht sich rund einen Monat vor ihrem Gipfel in Ankara darum, die Unterstützung für die Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland aufrechtzuerhalten. Dabei geht es zum einen um den Kauf von Waffen aus den USA für die Ukraine über den sogenannten Purl-Mechanismus und zum anderen um finanzielle Unterstützung für weitere Waffenkäufe und -produktion.

Rutte hatte Ende Mai kritisiert, dass viele der 32 Nato-Mitgliedsstaaten nicht genug für die Unterstützung der Ukraine ausgeben würden. Als positive Beispiele für anhaltende Ukrainehilfe nannte er unter anderem Deutschland, die Niederlande und Schweden.

Purl-Programm für die Ukraine

Das sogenannte Purl-Programm sieht vor, dass in den USA hergestellte Munition und Waffen an die europäischen Verbündeten und Kanada verkauft werden – und diese sie dann der Ukraine zur Verfügung stellen. Purl steht für »Prioritised Ukraine Requirements List«. Auf Deutsch bedeutet das etwa: Priorisierte Bedarfsliste für die Ukraine.

Zuvor hatte Russland seine Angriffe auf die Ukraine erneut intensiviert. Im Mai griff die russische Armee das Land nach einer AFP-Auswertung ukrainischer Luftwaffendaten mit einer Rekordzahl von 8.150 Langstreckendrohnen an – 24 Prozent mehr als im April. Die ukrainische Luftwaffe fing demnach im Mai rund 90 Prozent der anfliegenden Drohnen und Raketen ab, hat aber weiterhin Schwierigkeiten beim Abschuss ballistischer Raketen.

Die Ukraine reagierte mit Vergeltungsattacken, die sie als »Langstreckensanktionen« bezeichnet. Zuletzt trafen ukrainische Drohnen Energie- und Militäranlagen in der russischen Stadt St. Petersburg.

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