Krim: Operation »strategischer Lockdown«

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Auf der Krim geht nach ukrainischen Angriffen das Benzin aus. Das trifft nicht nur die Bevölkerung der besetzten Halbinsel. Auch Russlands Militär kommt in Bedrängnis.

3. Juni 2026, 14:36 Uhr

 Wer wenigstens etwas rationiertes Benzin kaufen will, muss sich in eine Liste eintragen und Zeit mitbringen.
Tankstelle in Sewastopol auf der Krim, Anfang Juni: Wer wenigstens etwas rationiertes Benzin kaufen will, muss sich in eine Liste eintragen und Zeit mitbringen. © Stringer/​Reuters

Auf der ukrainischen Halbinsel Krim, die Russland seit 2014 besetzt, herrscht in diesen Tagen faktisch der Ausnahmezustand. In Sewastopol, dem Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte, wurden bereits am 22. Mai erste Einschränkungen für den Benzinverkauf eingeführt: pro Person maximal 20 Liter Treibstoff im Kanister. Seit dem Wochenende hat sich die Lage noch einmal verschärft.

Benzin der Sorte AI-95 (Super) darf nun generell, wie zu Sowjetzeiten, nur noch an Besitzer eines Sondercoupons abgegeben werden. Vorrangig sollen damit angeblich der kommunale Verkehr und sonstige Fahrdienste versorgt werden. Von der Sorte AI-92 (Normalbenzin) dürfen nur noch 20 Liter in ein Fahrzeug, das Betanken mit Kanistern ist jetzt verboten. Zudem fordern die Besatzungsbehörden die Menschen auf, möglichst ganz auf die Nutzung ihrer Pkw zu verzichten.

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