Krieg in Iran: Neue Schäden an iranischer Atomanlage

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Inmitten der weiter gehenden Angriffe Israels und der USA gegen Iran hat die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt. Die Organisation geht aber nicht davon aus, dass Radioaktivität freigesetzt und die Anlage in Provinz Isfahan weiter beschädigt worden ist.

Am Montag hatte IAEA-Chef Rafael Grossi in einer Sondersitzung des IAEA-Gouverneursrates noch berichtet, dass es im Zuge der jüngsten israelischen und US-amerikanischen Angriffe keine Anzeichen auf Treffer oder Schäden an Atomanlagen Irans gebe. Teherans Vertreter bei der IAEA, Resa Nadschafi, hatte dagegen von einem Angriff auf die Anlage in Natans gesprochen. Irans Atomchef Mohamed Eslami verurteilte die Angriffe in einem Schreiben an Grossi scharf.

An der israelisch-libanesischen Grenze hat sich die Situation unterdessen verschärft. Israels Armee hat nach eigenen Angaben weitere Bodentruppen in den Südlibanon geschickt. „Ich möchte betonen, dass es sich hierbei nicht um ein Manöver, eine Bodenoffensive oder Ähnliches handelt. Es ist eine taktische Maßnahme, um Angriffe der Hisbollah zu verhindern“, sagte Militärsprecher Nadav Schoschani. „Es besteht die reale Möglichkeit, dass sie ihre Einsätze gegen uns ausweiten.“ Wie viele Soldaten Israel im Nachbarland in der Nähe zur israelischen Grenze positioniert hat, wollte der Sprecher nicht sagen.  Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, das israelische Militär sei 100 bis 300 Meter tief in die Gegenden um Kfar Kila und Qausa eingedrungen.

Unterdessen hat das Auswärtige Amt angesichts der iranischen Angriffe auf Israel und andere Staaten der Region den iranischen Botschafter einbestellt. „Wir haben das iranische Regime unmissverständlich dazu aufgefordert, seine rücksichtslosen Angriffe auf Staaten der Region unverzüglich einzustellen“, teilte das deutsche Außenministerium mit. „Wir verurteilen die willkürlichen und unverhältnismäßigen Raketen- und Drohnenangriffe des iranischen Regimes, auch auf zivile Ziele“, kritisierte das Auswärtige Amt weiter. „Die Angriffe bedrohen unsere Verbündeten, unser Militärpersonal und unsere Staatsangehörigen in der Region.“

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