Irankrieg: Frankreich erlaubt USA Nutzung von Militärbasen unter Bedingungen

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US-Flugzeuge dürfen zeitweise Militärstützpunkte im französischen Inland nutzen. Dafür gibt es jedoch klare Regeln.

Aktualisiert am 5. März 2026, 17:53 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, Reuters,

Vor dem Hintergrund des Irankriegs hat Frankreich den USA die Nutzung eines Militärstützpunktes im südfranzösischen Istres erlaubt. Dort sollten jedoch keine Kampfjets landen oder abheben, teilte der französische Generalstab mit. Die Nutzungserlaubnis gelte lediglich für unterstützende US-Flugzeuge, "die in keiner Weise an den von den USA im Iran ausgeführten Einsätzen teilnehmen". Nach Angaben von Verteidigungsministerin Catherine Vautrin geht es dabei um Tankflugzeuge.

Es gehe ausschließlich um die "Unterstützung der Verteidigung unserer Partner in der Region", teilte der Generalstab mit. Dies hätten die USA ausdrücklich zugesagt. "Das ist die einzige Genehmigung, die vom Präsidenten der Republik erteilt wurde", sagte Vautrin.

Macron: Verstoß gegen das Völkerrecht

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor die Angriffe der USA und Israels gegen den Iran als Verstoß gegen das Völkerrecht gewertet und die "rein defensive" Haltung seines Landes betont. Dazu zählte er auch die Entsendung des Flugzeugträgerverbands Charles de Gaulle ins Mittelmeer sowie die Verlegung von Luftabwehrsystemen und zusätzlichen Kampfjets in die Golfregion. Nach Zypern, das ebenfalls angegriffen wurde, entsandte Frankreich eine Fregatte, Luftabwehr- und Radarsysteme.

Frankreich ist durch Verteidigungsabkommen mit Katar, Kuwait und den Emiraten gebunden und hat außerdem Vereinbarungen mit Jordanien und dem Irak. Außerdem verfügt Frankreich über einen Militärstützpunkt in Abu Dhabi mit etwa 750 Soldaten.

Spanien verweigert Unterstützung

Der britische Premierminister Keir Starmer hatte den USA nach anfänglichem Zögern die Nutzung britischer Militärstützpunkte erlaubt. Spanien hingegen verweigert den USA dies, was deutliche Kritik von US-Präsident Donald Trump auslöste. Die Regierung unter dem sozialistischen Ministerpräsidenten ⁠Pedro Sánchez ​verurteilt die Angriffe als rücksichtslos ‌und illegal.

Sánchez warnte in einer Fernsehansprache vor einer globalen Katastrophe. Seine Stellvertreterin María Jesús Montero betonte, Spanien werde kein "Vasall" eines anderen Landes sein.

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