Die Füchse Berlin haben den Sprung auf Europas Handball-Thron erneut verpasst. Beim Final Four in Köln unterlag das Team um den lange glücklosen Welthandballer Mathias Gidsel im Endspiel gegen den Rekordsieger FC Barcelona 34:37 (16:20) und wartet weiter auf seinen ersten Champions-League-Titel in der Vereinsgeschichte. Schon im Vorjahr waren die Füchse im Endspiel gescheitert, nun sind sie wieder das zweitbeste europäische Team.
Vor mehr als 20.000 Fans erlaubte sich Berlin in der Offensive zu viele Fehler und fand hinten kaum Mittel gegen das Starensemble Barcelonas. Insbesondere der dänische Torhüter Emil Nielsen stoppte seinen Landsmann Gidsel und die Berliner Angriffe immer wieder mit 14 Paraden. Rekordsieger Barcelona, seit 54 Spielen in Serie ungeschlagen, sammelte seinen 13. Titel in der Königsklasse.
Im Halbfinale am Samstag hatte Berlin sich beim SC Magdeburg für die Finalniederlage im Vorjahr revanchiert und den Titelverteidiger 40:35 (19:17) aus dem Weg geräumt. Im Finale erwischte jedoch Barcelona den besseren Start. Ausgerechnet in der ansonsten so effektiven Offensive tat sich Berlin schwer. Gidsel scheiterte dreimal, die Katalanen zogen auf drei Tore davon (6:9/11. Minute). Entscheidend in der Anfangsphase: Torhüter Nielsen mit sechs Paraden (50 Prozent Fangquote) bis zur 15. Minute.
Rote Karten für Fabregas und Darj
In seiner ersten Auszeit (18.) forderte Füchse-Trainer Nicolej Krickau mehr Breite und: "Keine Zweifel vorne, geht einfach durch." Doch es wurde nicht besser. Gidsel leistete sich mehrere Abspielfehler, Barcelona erhöhte auf einen Fünf-Tore-Vorsprung (9:14/22.). Erstmals traf Gidsel in der 25. Minute, mit der Halbzeitsirene traf er zum 16:20.
Etwas Mut machte der Auftakt in die zweite Hälfte. Berlin stoppte die ersten beiden Angriffe und verkürzte auf 18:20 (33.). Doch dann drehte Nielsen erneut auf, Barcelona baute seine Führung wieder aus (19:25/38.).

vor 15 Stunden
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