Dienstag: Amazon Leo mit D2D-Service, Ausweiszwang für Soziale Netzwerke

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Amazon will mit seinem Satellitennetzwerk Amazon Leo Smartphones und andere Mobilgeräte direkt aus dem Weltraum vernetzen. Die Konstellation soll mehr als 5.000 Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn umfassen und schon bald einsatzbereit sein. In Österreich sollen soziale Netzwerke und Videoplattformen ab dem kommenden Jahr erst nach Altersverifikation genutzt werden können. Das sehen Pläne der Regierung in Wien vor. Der Altersnachweis soll gegenüber einem unabhängigen Dritten erfolgen. Und die USA und zwei Dutzend Verbündete schmieden einen Sicherheitspakt gegen Chinas Einfluss im Mobilfunk – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.

Nach einem erfolgreichen Raketenstart Anfang dieses Monats hat Amazon nun knapp 400 Satelliten im niedrigen Erdorbit – ausreichend viele für den kontinuierlichen Betrieb seines Satellitennetzwerks Leo. Die kommerzielle Nutzung des Breitband-Internetdienstes über Leo soll noch in diesem Jahr erfolgen. Doch Amazon plant bereits den nächsten Schritt. Das Unternehmen hat bei der US-Telekommunikationsaufsicht FCC einen Antrag auf Betrieb des Amazon Leo Direct-to-Device (D2D)-Systems eingereicht. Darüber will Amazon mobile Geräte direkt aus dem All vernetzen und so Sprach- und Datenverbindungen auch in Gebieten ohne Mobilfunkempfang bereitstellen. Grundlage bildet die im April vereinbarte Übernahme eines Satellitenkommunikationsanbieters, an dem auch Apple beteiligt ist. Amazon Leo will Smartphones direkt aus dem Weltraum vernetzen

Ab dem nächsten Jahr sollen soziale Netze und Videoplattformen in Österreich erst nach einer Altersverifikation genutzt werden können. Die österreichische Bundesregierung hat am Montag eine entsprechende Gesetzesnovelle in Begutachtung geschickt. Personen unter 14 Jahren dürfen dann die Dienste nicht mehr nutzen. Eine geplante Ausweispflicht soll den Zugang einschränken. Dabei muss der Altersnachweis erstaunlich streng geprüft werden – und zwar nicht gegenüber den Betreibern der jeweiligen Plattform, sondern gegenüber einem unabhängigen Dritten. Das könnte daran liegen, dass in Australien, wo eine Altersbeschränkung bereits gilt, Kinder und Jugendliche soziale Netzwerke trotzdem nutzen. Ausweiszwang für Zugang zu Sozialen Netzen und Videoplattformen in Österreich

Der weltweite Wettlauf um 5G-Mobilfunknetze hat sich über Jahre hinweg zu einem Schauplatz des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und China entwickelt. Aus Gründen der nationalen Sicherheit warnte Washington eindringlich vor dem Einsatz von Komponenten chinesischer Telekommunikationskonzerne wie Huawei oder ZTE. Die US-Regierung drängt ihre Partner immer wieder dazu, chinesische Anbieter aus kritischen Infrastrukturen zu verbannen. Nun hat die Regierung Donald Trump gemeinsam mit mehr als 20 Partnerstaaten, darunter Deutschland, eine globale Allianz ins Leben gerufen, um die Entwicklung sicherer 6G-Mobilfunknetze voranzutreiben – und Chinas Einfluss im Mobilfunk zu begrenzen. Allianz gegen Chinas Dominanz: USA und Partner schmieden 6G-Sicherheitspakt

Der kürzlich bekannt gewordene Cyberangriff auf Hugging Face, bei dem KI-Agenten mit OpenAI-Modellen während eines internen Tests autonom aus ihrer isolierten Umgebung ausbrachen und sich Zugriff auf die Plattform verschafften, hat weltweit für Furore und Diskussionen gesorgt. Zur Analyse und Eindämmung des Angriffs griff Hugging Face auf ein chinesisches Open-Weight-Modell zurück, weil die Sicherheitsmechanismen führender kommerzieller KI-Modelle (aus den USA) die dafür notwendigen Anfragen blockierten. Nun hat der Chipkonzern Nvidia die Gründung der Open Secure AI Alliance (OSAA) bekannt gegeben, die Open-Source-Werkzeuge entwickeln will, mit denen Unternehmen KI-Agenten sicherer betreiben und ihre Softwaresysteme besser gegen Cyberangriffe schützen können. Nvidia versammelt Tech-Schwergewichte für neue KI-Allianz

Die Elektrofahrzeugbranche erlebt angesichts 25-prozentiger Einfuhrzölle in die Vereinigten Staaten sowie rückläufiger Verkaufszahlen von Elektroautos in den USA ungewisse Zeiten. Der deutsche Autobauer BMW ist direkt betroffen: Rund 42 Prozent der Produktion seines Werks im nordmexikanischen San Luis Potosí geht in die USA. Ab dem kommenden Jahr sollen nach den Plänen von BMW in San Luis Potosí das batterieelektrische SUV BMW iX3 und die elektrische Limousine BMW i3 montiert werden. Die Münchner machen ihr Werk im Norden Mexikos zu einem globalen Produktionsstandort von E-Autos und Hochvoltbatterien – über den US-Markt hinaus. BMW startet Elektrofahrzeugproduktion in Mexiko ab 2027

Auch noch wichtig:

(akn)

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