Deutschland scheitert mit Bewerbung für Sitz im Uno-Sicherheitsrat

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Deutschland verpasst den Einzug als nicht-ständiges Mitglied in den Uno-Sicherheitsrat. Noch im ersten Wahlgang setzten sich Portugal und Österreich durch, wie die Präsidentin der Uno-Generalversammlung, Annalena Baerbock, mitteilte. Ihr zufolge erhielt Österreich 131 Stimmen, Portugal 134 Stimmen und Deutschland 104 Stimmen. Erforderlich für die Wahl war eine Zweidrittelmehrheit ‌der 193 Uno-Mitgliedstaaten. Es gab eine Enthaltung.

Die Amtszeit der Sitze erstreckt sich auf die Jahre 2027 und 2028. Traditionell bemüht sich Deutschland seit der Wiedervereinigung alle acht Jahre um den Einzug in das Gremium. Sechs Mal war es bereits vertreten – zuletzt 2019 und 2020. Durchgefallen war Deutschland bei einer Kandidatur laut Diplomaten bisher noch nie.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hatte sich bis zuletzt siegessicher gezeigt. »Wir gehen mit Zuversicht, mit guten Gefühlen in diese Abstimmung«, sagte er kurz vorher zu Journalisten. In den Tagen vor der Wahl warb er ehrgeizig für Deutschland. (Lesen Sie hier mehr dazu .) Vor Beginn des Abstimmungsprozesses machte er im Saal der Uno-Generalversammlung noch Selfies mit seiner Kollegin aus Österreich und seinem Kollegen aus Portugal, Beate Meinl-Reisinger und Paulo Rangel.

Das Scheitern bedeutet für Wadephul, aber auch für Kanzler Friedrich Merz (CDU) einen herben Rückschlag bei den Bemühungen, Deutschland stärker als in den vergangenen Jahren als wichtigen Akteur auf der internationalen Bühne zu platzieren. Nur im Sicherheitsrat können Beschlüsse mit völkerrechtlich bindender Wirkung für die Uno-Mitgliedstaaten gefasst werden. Er kann Sanktionen verhängen, Waffenembargos beschließen, Friedenstruppen (sogenannte Blauhelme) entsenden oder auch militärische Einsätze autorisieren.

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