CPU-Zombies: AMD wiederbelebt drei weitere Ryzen-Prozessoren für DDR4-RAM

vor 1 Stunde 1

Auf der AMD-Website sind drei „neue“ Ryzen-Prozessoren aufgetaucht, die im laufenden zweiten Quartal 2026 erscheinen: AMD Ryzen 3 3100U und Ryzen 5 3501U für Notebooks sowie der Ryzen 7 4700LE für Desktop-PC-Mainboards mit der Fassung AM4.

Alle drei sind Varianten von Prozessoren, die AMD schon vor Jahren vorgestellt hat: Ryzen 3 3100U und Ryzen 5 3501U gehören zur Baureihe „Picasso“ aus der 12-Nanometer-Fertigung, haben CPU-Kerne der Generation Zen+ und stammen aus dem Jahr 2019. Der Ryzen 7 4700LE (Renoir) hat etwas modernere Zen-2-Kerne und entstammt der Fertigungstechnik TSMC N7.

Die „neuen“ Prozessoren mit dem Vorstellungsdatum Q2/2026 haben aufmerksame Beobachter in den CPU-Listen auf der AMD-Website entdeckt: Ryzen 3 3100U, Ryzen 5 3501U, Ryzen 7 4700LE. Allen gemeinsam ist, dass sie DDR4-SDRAM ansteuern, das zurzeit billiger ist als die knappen und daher sehr teuren DDR5-SDRAM-Chips.

Schon zur Computex hatte AMD den Gaming-Prozessor Ryzen 7 5800X3D neu aufgelegt, Anlass war der zehnte Geburtstag der CPU-Fassung AM4 für DDR4-RAM.

Der Ryzen 7 4700LE soll wohl ausschließlich als Tray-Ware an PC-Hersteller geliefert werden. Bei Mobilprozessoren ist das ohnehin der Fall, weil sie aufgelötet werden müssen.

Anscheinend konnte AMD noch Fertigungskapazität für diese alten Chip-Designs ergattern. Modernere Fertigungsverfahren sind derzeit ebenfalls weitgehend ausgelastet bei den Chip-Auftragsfertigern.

Laut Gerüchten plant auch Intel, einige Prozessoren aus der ursprünglich 2022 unter dem Namen Raptor Lake vorgestellten Baureihe bis ins Jahr 2027 weiter zu produzieren.

(ciw)

Gesamten Artikel lesen