Asylreform in der EU: Moment mal, so was macht doch nur Donald Trump

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Im Umgang mit Geflüchteten gleicht Europa immer mehr den USA. Was politisch schnelle Erfolge erzielen soll, ist schlussendlich ein Wettrennen in den Abgrund.

Aus der Kolumne: Fünf vor acht 3. Juni 2026, 7:58 Uhr

 Ein Asylzentrum in Albanien – betrieben von der italienischen Regierung
Ein Asylzentrum in Albanien – betrieben von der italienischen Regierung © Adnan Beci/​AFP/​Getty Images

»Die Migrationspolitik ist zu einem Wettpinkeln geworden. Politiker wollen hart klingen und machen Vorschläge, die in Wirklichkeit kontraproduktiv sind.« So sagte es der niederländische Migrationsforscher Hein de Haas 2025 im ZEIT-Interview. Und er hat recht.

In dieser Woche einigten sich die EU-Institutionen darauf, im Rahmen einer neuen Rückführungsverordnung sogenannte return hubs in Drittstaaten zu erlauben. Die Idee dahinter ist folgende: Kann ein abgelehnter Asylsuchender nicht abgeschoben werden, weil es etwa kein entsprechendes Abkommen mit dem Herkunftsland gibt, sollen EU-Länder ihn künftig einfach woanders hin ausweisen dürfen. Infrage dafür kommen Länder wie Libyen oder Usbekistan, in denen Menschenrechte wenig gelten.

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