Menschen aus Rumänien, Bulgarien und anderen EU-Staaten fühlen sich in Deutschland einer neuen Studie zufolge oft diskriminiert. Das Überraschende an den Ergebnissen der großangelegten Untersuchung sei, „dass der Faktor der Diskriminierung doch zentraler ist als vorher angenommen“, sagte die Bundesbeauftragte für Migration, Integration sowie für Antirassismus, Natalie Pawlik (SPD), in Berlin. Tübinger Forscher hatten im Auftrag der Regierung EU-Bürgerinnen und -Bürger unter anderem über Facebook und Instagram befragt. Zwar gebe es keine passenden Daten für eine repräsentative Stichprobe, doch lieferten die Ergebnisse der Social-Media-Befragung authentische Einblicke, sagte Studienleiter Bernhard Boockmann von der Uni Tübingen.
Nur 23 Prozent der Befragten fühlen sich demnach nie benachteiligt oder ausgeschlossen, 63 Prozent selten oder gelegentlich – und 14 Prozent häufig oder sehr häufig. Viele EU-Bürgerinnen und -Bürger hätten praktische Sorgen vor allem um ihren Arbeitsplatz. Pawlik kritisierte, dass etwa in der Altenpflege viele mangels Anerkennung ihrer Abschlüsse unter ihrem Qualifikationsniveau arbeiten müssten. An die Adresse von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) forderte die SPD-Politikerin, dass der auch für EU-Bürger geltende Zulassungsstopp zu Integrations- und Sprachkursen zurückgenommen wird.











English (US) ·