Anschlag in Bielefeld: Mann gesteht Messerattacke

vor 2 Tage 3

Anschlag in BielefeldMann gesteht Messerattacke

2. März 2026, 15:58 Uhr

Der mutmaßliche islamistische Attentäter von Bielefeld hat den Terroranschlag auf feiernde Fußballfans einem Psychiater gestanden. Er habe die Tötung von Ungläubigen als Teil des Dschihads (Heiliger Krieg) und damit als gerechtfertigt angesehen, sagte der psychiatrische Sachverständige beim Prozessauftakt am Düsseldorfer Oberlandesgericht. Der Angeschuldigte soll am 18. Mai vergangenen Jahres vor einem Lokal in Bielefeld mit Messern gezielt auf Gäste eingestochen haben. Dabei wurden vier Personen lebensgefährlich verletzt. Einen Tag später wurde der Mann festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.

Nach Ermittlungen der Anklagebehörde soll sich der Mann im Jahr 2015 in Syrien dem IS angeschlossen haben. Auch nach seiner Einreise nach Deutschland im Sommer 2023 soll der Angeschuldigte der Terrororganisation verbunden geblieben sein.
Der Angeschuldigte lebte vor dem Angriff in einer Flüchtlingseinrichtung in Harsewinkel (Kreis Gütersloh). Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hatte ihm im Dezember 2023 den Aufenthaltsstatus des subsidiären Schutzes erteilt.

© SZ/dpa/epd - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.

Gesamten Artikel lesen