Amtliche Hitzewarnung: Bis zu 38 Grad in Potsdam erwartet

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Der Deutsche Wetterdienst hat für den morgigen Donnerstag eine amtliche Warnung vor Hitze in Potsdam herausgegeben. Zwischen 11 und 19 Uhr wird eine starke Wärmebelastung erwartet, teilte die Behörde mit.

Die Hitze werde alte und pflegebedürftige Menschen „extrem belasten“, warnt der Wetterdienst. Hitze könne für den menschlichen Körper gefährlich werden und zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen. „Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl“, rät die Behörde.

Der Wetterdienst geht für Donnerstag von Lufttemperaturen bis zu 38 Grad Celsius am späten Nachmittag aus. In den folgenden Tagen sollen die Werte zwar etwas sinken, sie bewegen sich aber voraussichtlich bis Anfang nächster Woche noch um die 30-Grad-Marke.

Potsdam hatte bereits im Juni extreme Hitze erlebt. Am 27. Juni wurde mit 40,4 Grad Celsius erstmals die 40-Grad-Marke geknackt und der vorherige Allzeitrekord von 39,8 Grad aus dem Jahr 2022 um gleich 1,5 Grad übertroffen. Mehrere Veranstaltungen waren wegen der Hitze abgesagt worden.

Beim Thema Hitzeschutz kommt Potsdam aber nur sehr zögerlich voran – obwohl es seit 2015 ein Klimaanpassungskonzept gibt. Dennoch gibt es nach wie vor beispielsweise nur zwei öffentliche Trinkbrunnen. Eine zwischenzeitlich geplante „Operation Zapfhahn“ mit Hinweisschildern auf öffentliche Sanitärräume zum kostenlosen Auffüllen der Trinkflasche scheiterte am Geld.

Derzeit entsteht auf dem Steubenplatz am Landtag Potsdams erster „Cooling Point“, wo es künftig schattenspendende Bäume und einen Trinkbrunnen geben wird. Ein zweiter solcher kühler Ort soll ab September am Johannes-Kepler-Platz entstehen.

Wie sehr das Thema Potsdam bewegt, zeigte sich zuletzt bei der ersten Abstimmungsrunde für den Bürgerhaushalt 2027/28. Unter den 40 Vorschlägen mit den meisten Stimmen waren 19 mit Forderungen nach mehr Hitzeschutz, Verschattung, Entsiegelung, Begrünung und Trinkbrunnen.

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