Amazon fährt die meisten hauseigenen Nova-KI-Modelle zurück

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Amazon krempelt mutmaßlich seine KI-Strategie grundlegend um. Erst gab es eine große Entlassungswelle und eine Schließung des AGI Labs. Nun heißt es, der Konzern stufe die meisten seiner hauseigenen Nova-Modelle auf reinen Wartungsbetrieb herab.

Laut einem Bericht von Business Insider, der sich auf interne Informationen von Amazon beruft, gelten viele Nova-Modelle nun nur noch als „KTLO“ – „keep the lights on“. Das bedeutet, dass bestehende Kunden weiter versorgt werden, eine aktive Weiterentwicklung aber nicht mehr stattfindet. Statt die Breite des Modellportfolios aufrechtzuerhalten, konzentriert Amazon seine Ressourcen nun anscheinend auf ein neues Projekt namens Frontier Model Research (FMR). Geleitet wird es von Pieter Abbeel, der von der KI-Robotikfirma Covariant zu Amazon kam.

Komplett aufgegeben wird die Nova-Marke nicht. Weiterhin aktiv bleiben demnach Nova 2 Sonic, Nova 2 Lite, Nova Forge und Nova Act. Auch das kommende Frontier-Modell könnte unter dem Nova-Namen erscheinen. Ein Amazon-Sprecher sagte Reuters: „Wie bei jedem KI-Portfolio entwickeln wir unser Modellangebot kontinuierlich basierend auf dem, was Kunden brauchen.“ Man investiere weiter in die Nova-Modelle, auf die Kunden angewiesen seien, sowie in die nächste Generation der Frontier-Modellforschung.

Amazons Kurswechsel passt zu Mustern im Rest der Branche: Auch andere Technologiekonzerne sortieren ihre KI-Portfolios zunehmend nach Wirtschaftlichkeit und setzen klarere Prioritäten. So nutzt Microsoft in manchen Apps offenbar eigene KI statt OpenAI und Anthropic, um Kosten zu senken. Und SAP will seinen KI-Ausbau mit Sparmaßnahmen finanzieren.

(rie)

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