Apple wird bei seinem kommenden MacBook Ultra offenbar nur einen einzigen Display-Lieferanten einsetzen, was womöglich zu einer Preiserhöhung führt. Laut einem Bericht des koreanischen Elektronikfachblatts The Elec hat sich die Procurement-Abteilung des Konzerns entschlossen, das OLED-Panel, vermutlich in Tandem-Konfiguration, von Samsung zu erwerben. Mögliche Zweit- oder Dritt-Lieferanten wie LG Display (ebenfalls Korea) oder BoE (China) haben nicht das Rennen gemacht. Damit ist Apple von nur einem Hersteller abhängig – etwas, was Apple etwa beim iPhone gerne vermeidet, wo sich LG und Samsung die High-End-Geräte teilen und BoE zum Teil für günstigere Geräte für den chinesischen Markt zum Einsatz gekommen ist.
Probleme mit der Logistik
The Elec zufolge war es Apple nicht gelungen, die notwendigen Volumina zu erreichen. Das soll auch damit zu tun haben, dass Samsung Display einen neueren Prozess (Generation 8.6) als LG (Generation 6) verwendet hat. Daher sei es logistisch zu komplex gewesen, mit zwei Display-Lieferanten zu arbeiten, und Apple entschied sich allein für Samsung. In den kommenden Jahren könnte sich das laut dem Bericht jedoch ändern, wobei LG offenbar nicht vor 2029 bereit ist.
LG Display gehört derzeit zu den wichtigsten Anbietern von Displays in LCD-Bauweise für MacBook und MacBook Pro, für das iPad Pro M5 übernimmt das Unternehmen Teile der OLED-Herstellung. Dabei soll es auch bleiben. LCDs werden noch über Jahre der Standard bei den MacBooks sein, mit dem MacBook Ultra, das angeblich erstmals auch in einem Mac einen Touchscreen erhält, beginnt jedoch die Technikänderung. Als Nächstes könnten unter anderem Standard-MacBook Pro und MacBook Air folgen, doch das wird noch dauern. Laut The Elec soll Samsung anfangs 2,5 Millionen Panel liefern, die Massenproduktion startet im August. Apple kauft 14- und 16-Zoll-Displays.
MacBook Ultra mit neuem Formfaktor
Das MacBook Ultra soll den seit Jahren bestehenden MacBook-Pro-Formfaktor ergänzen. Zu den Neuerungen gehört neben OLED und Touchscreen ein dünneres Gehäuse. Einige der Anschlüsse könnte Apple weglassen, um Platz zu sparen. Im Hinblick auf Chips sollen angeblich erneut M5 Pro und M5 Max verbaut werden, die schon im aktuellen MacBook Pro aus dem Frühjahr stecken.
Der Grund: Der M6 kommt angeblich nicht als Pro- und Max-Variante, die Apple erst mit dem M7 im kommenden Jahr wieder herstellen will. Derzeit erwarten wir das MacBook Ultra im Oktober. Beobachter rechnen damit, dass der Preis jenseits von 2000 Euro beginnen könnte. Ein konkurrenzloser OLED-Lieferant dürfte die Tarife kaum eindämmen helfen.
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(bsc)










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