Zinsentscheid der Fed : Diese Blackbox-Strategie des US-Notenbankchefs verunsichert die Märkte

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Erhöht die Fed überraschend die Zinsen? Der neue Chef Kevin Warsh gilt als Kritiker der Strategie, den Finanzmärkten vorab Signale zu geben. Das Vorgehen birgt Risiken.

29. Juli 2026, 13:56 Uhr

 Erst seit Mai ist Kevin Warsh Fed-Chef. Noch setzt US-Präsident Trump große Hoffnungen auf ihn.
Erst seit Mai ist Kevin Warsh Fed-Chef. Noch setzt US-Präsident Trump große Hoffnungen auf ihn. © Bloomberg/​Getty Images

Bis Anfang der Woche schienen sich die meisten Finanzexperten noch einig zu sein: Die heutige Sitzung der US-Notenbank würde eine Routineveranstaltung werden. Die Federal Reserve unter der Leitung des neuen Chefs Kevin Warsh würde die Zinsen erneut unverändert lassen. Zwar spricht da auch heute noch einiges für. Doch ob es wirklich so kommt, ist unsicherer geworden. Und wenn der Finanzmarkt eine Sache nicht mag, dann Unsicherheit. Da kann eine Fed-Entscheidung schnell Auswirkungen auf die Kurse haben.

Was für unveränderte Zinsen spricht, sind unter anderem die jüngsten Daten vom Arbeitsmarkt. Sie zeigen weder einen starken Anstieg bei Löhnen und Gehältern noch einen Einbruch. Ebenso wichtig ist inzwischen aber die Politik und der Druck von US-Präsident Donald Trump. Warshs Vorgänger Jerome Powell hatte er über Monate beschimpft, beleidigt sowie wegen angeblicher Verfehlungen juristisch verfolgen lassen – alles, um ihn dazu zu bringen, die Leitzinsen zu senken. Denn dadurch würde Geld billiger, so das Kalkül des Präsidenten und ehemaligen Immobilienmoguls, was noch vor den Kongresswahlen im Herbst den Konsum und Investitionen im Land ankurbeln würde.

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