Straße von Hormus: Iran verlangt Registrierung von Schiffen für Hormus-Durchfahrt

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Der Iran hat neue Regeln für die Durchfahrt der Straße von Hormus bekanntgegeben. Neben einer Registrierung der Schiffseigentümer könnte eine Versicherung Pflicht werden.

Quelle: DIE ZEIT, dpa, 19. Juni 2026, 17:22 Uhr

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Schiffe durchfahren die Straße von Hormus. © Stringer/​Reuters

Der Iran hat eine neue Behörde zur Überwachung des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus geschaffen. Schiffseigentümer müssen sich nach Mitteilung der Behörde künftig mindestens 48 Stunden vor der Durchfahrt registrieren. Neu scheint in der aktuellen Veröffentlichung der Verweis auf mögliche Kosten für Versicherungen. Auch die britische Financial Times berichtete unter Berufung auf eingeweihte Kreise, dass sich in der Straße von Hormus neue Versicherungsbedingungen abzeichneten.

Dieses Vorgehen unterläuft das vorläufige Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Kriegsende. Das sieht auch vor, dass die Durchfahrt der Straße von Hormus für Schiffe frei und kostenlos sein soll. Beobachter vermuten hinter den neuen Regeln des Iran die Absicht, Schiffen für die Nutzung des Wasserwegs doch Gebühren abzuverlangen.

Schiffsverkehr nimmt wieder zu

Zuletzt fuhren wieder mehr Schiffe durch die Meerenge. Der Schifffahrtsdatenanbieter AXSMarine sprach vom stärksten Anstieg der Durchfahrten in den vergangenen zwei Monaten. So durchquerten am Donnerstag den Angaben nach 25 Schiffe den Wasserweg, vor Ausbruch des Krieges seien es mehr als Hundert tägliche gewesen.

Unklar ist, ob und wie viele Seeminen der Iran in dem Gebiet verlegt hat. Laut Bericht der britischen Zeitung Guardian unter Berufung auf einen Experten des Verbands Intertanko wurden offenbar 80 Minen in der Meerenge verlegt.

Rahmenabkommen zwischen USA und Iran

Nach zweimonatigen Verhandlungen hatten sich der Iran und die USA am Montag auf ein Rahmenabkommen für ein Ende des Irankriegs geeinigt. Am Donnerstag unterzeichneten US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian das Abkommen. Es sieht vor, dass es keine weiteren militärischen Einsätze mehr gegeneinander gibt – auch keine Kämpfe zwischen der Hisbolla im Libanon und Israel. Diese griffen sich daraufhin dennoch gegenseitig an. Am Freitagnachmittag einigten sich beide Seiten auf eine Waffenruhe.

Das Rahmenabkommen gilt nur als Zwischenschritt. Über weitere Punkte, darunter der Atomstreit, soll im Detail während einer 60-tägigen Verhandlungsphase gesprochen werden. Gespräche am Freitag wurden jedoch verschoben, laut libanesischen Medienberichten unter Berufung auf iranischen Regierungsquellen wegen der jüngsten Angriffe. 

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