Sinem Dedetaş: Bürgermeisterin in Istanbuler Bezirk Üsküdar festgenommen
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Bei einer Razzia wurden die CHP-Politikerin sowie fünf weitere Personen festgenommen. Sie ist die erste Oppositionelle in dem zuvor konservativ geprägtem Bezirk.
Quelle: DIE ZEIT,
dpa,
pip
29. Juli 2026, 11:55 Uhr
Artikelzusammenfassung
In Üsküdar klickten bei einer Razzia die Handschellen. Festgenommen wurde die Bezirksbürgermeisterin Sinem Dedetaş von der Oppositionspartei CHP, gegen die die Istanbuler Staatsanwaltschaft nun wegen mutmaßlicher Bestechung, Amtsmissbrauchs und sogar der Gründung einer kriminellen Vereinigung ermittelt; fünf weitere Personen wurden ebenfalls abgeführt. Politisch ist das ein heikler Plot-Twist, denn Dedetaş hatte den lange von AKP-Strukturen dominierten Bezirk erst 2024 mit rund 50 Prozent der Stimmen und sieben Punkten Vorsprung erobert – ein Machtwechsel, der in der türkischen Kommunalpolitik wie ein Störgeräusch im Regierungs-Feed wirkte. Opposition und Beobachter lesen die Serie von Razzien gegen oppositionell regierte Rathäuser deshalb als Versuch, Konkurrenz kleinzuhalten, während die Regierung routiniert auf die angeblich unabhängige Justiz verweist – der übliche Spin in einem hochpolarisierten System. Der Fall ist damit mehr als eine lokale Crime-Story: Er erzählt von Macht, Institutionen und der Frage, ob demokratischer Wettbewerb in der Türkei fair ausgetragen wird oder ob der Rechtsstaat hier eher als politisches Toolset dient.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
Bei einer Razzia ist die Bürgermeisterin des Istanbuler
Bezirks Üsküdar, Sinem Dedetaş, festgenommen
worden. Die Istanbuler
Staatsanwaltschaft ermittle wegen des Verdachts auf Bestechung, Amtsmissbrauch und
Gründung einer kriminellen Vereinigung, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Fünf weitere Personen wurden ebenfalls festgenommen.
Dedetaş gehört der Oppositionspartei CHP an. Sie
wurde 2024 mit rund 50 Prozent der Stimmen zur Bürgermeisterin von Üsküdar
gewählt und setze sich mit sieben Prozent Vorsprung gegen den AKP-Kandidaten durch. Zuvor
war der Bezirk 30 Jahre lang von der konservativen AKP und deren Vorgängerpartei regiert
worden.
Die zahlreichen Razzien und Inhaftierungen der von
der Opposition regierten Rathäuser werden von der Opposition und Beobachtern
als Mittel der Regierung gesehen, die politische Konkurrenz zu schwächen.
Regierungsvertreter bestreiten dies und verweisen auf die Unabhängigkeit der
Justiz.