Laverne Cox verliert 90 Prozent des Einkommens - wegen Donald Trump?

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Die Zehnerjahre waren eine Dekade voller Glanz und voller Siege für Laverne Cox. 2013 startete weltweit die Netflix-Serie »Orange is the New Black«, in der sie eine trans Frau spielte, die wegen Kreditkartenbetrugs im Knast saß. Für diesen Hit des frühen Streaming-Zeitalters war Laverne viermal für den Emmy nominiert.

Dabei war das Heranwachsen der Schauspielerin und Aktivistin in ihrer Heimatstadt Mobile, Alabama, von Ausgrenzung und Gewalt geprägt. Darüber schreibt Laverne, 54, in ihrem Memoir »Transcendent«. Für ein Porträt des englischen »Guardian«  erzählt sie aus dieser schwierigen Zeit. Demnach wurde sie immer wieder von ihrer Mutter verbal niedergemacht, in der Schule gemobbt und als Teenager missbraucht.

1998, da war sie 26 Jahre alt, begann sie ihre Transition. Sie spielte zu dieser Zeit vermehrt in Off-Broadway-Stücken und in Reality-TV-Sendungen und arbeitete als Model. Sie nutzte jede Chance, sich für die Rechte von trans Personen einzusetzen. Aber erst der Popularitätsschub durch »Orange is the New Black« Mitte der Zehnerjahre bot ihr die Chance, ihre Belange in einer größeren Öffentlichkeit bekannt zu machen. So konnte sie als Sprecherin an Universitäten oder als Markenbotschafterin für Diversität werben.

Doch jetzt, so Laverne zum »Guardian«, habe sich der Wind gedreht. Seit die Trump-Regierung ihren antidiversen Kulturkampf führen würde, seien ihre Engagements in dem Bereich und der daraus entstehende Lebensunterhalt um 90 Prozent zurückgegangen.

Das spiegle die neue Ausgrenzung von trans Personen wider. »Die Diskriminierung hat materielle Konsequenzen«, so Laverne. Und noch schlimmer: Trans Personen würden zu Sündenböcken gemacht, entmenschlicht und systematisch aus der Öffentlichkeit verbannt.

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