Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Russland zieht wegen eingefrorener Gelder vor EU-Gericht
Selenskij: Haben Winter überstanden
Ukraine attackiert russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk
Selenskij: Moskau setzte im Winter fast 19 000 Drohnen ein
Selenskij lobt entschlossene USA für Angriff auf Iran
Selenskij sorgt sich um Nachschub für Ukraine - "Anti-Patriot" für den Nahen Osten
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf Iran befürchtet der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij Probleme für sein eigenes Land im Krieg gegen Russland. „Es könnte schwierig werden, Raketen und Waffen für die Verteidigung unseres Luftraums zu beschaffen“, sagte Selenskij der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. „Die Amerikaner und ihre Verbündeten im Nahen Osten könnten diese zur Verteidigung benötigen.“
Der ukrainische Präsident verwies auf Erfahrungen während der Angriffe der USA und Israels auf Iran im Juni vergangenen Jahres. Damals habe sich die Lieferung von Raketen an sein Land verzögert. „Heute ist das noch nicht geschehen, aber ich befürchte, dass es sich wiederholen könnte.“ Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass es „nicht zu einem langen Krieg“ komme.
Grundsätzlich unterstütze Selenskij das Vorgehen gegen Iran, weil das Land zu den Unterstützern Russlands gehöre. „Ich halte es für eine gute Entscheidung, iranische Militärziele anzugreifen. Die Iraner produzieren eine Menge Waffen für Russland, insbesondere Drohnen und Raketen.“ Dies könnten sie jetzt wohl nicht mehr tun. Selenskij fügte hinzu: „Ich hoffe, dass die Iran-Krise eine begrenzte Operation bleibt. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie blutig so etwas werden kann.“
Russland: Ukraine greift auch im Mittelmeer an
Russland wirft der Ukraine die Ausweitung der Kampfzone auf das Mittelmeer vor. Am Dienstag sei ein russischer Gas-Tanker im Mittelmeer mit ukrainischen Seedrohnen angegriffen worden und in Brand geraten, teilt das Verkehrsministerium in Moskau mit. Die 30 russischen Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit. Das Ministerium spricht von einem "Akt des internationalen Terrorismus". Eine Stellungnahme der Ukraine liegt nicht vor.
Ukraine: Erneut Angriffe auf Bahn - Personenzug getroffen
Eine russische Drohne hat in der südukrainischen Region Mykolajiw einen leeren Personenzug getroffen. Dabei wurde ein Eisenbahnmitarbeiter verletzt, wie der stellvertretende Ministerpräsident Oleksij Kuleba mitteilt. Die ukrainische Staatsbahn Ukrsalisnyzja erklärt, Russland habe seine Drohnenangriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur verstärkt. Bei einem Angriff auf einen Nahverkehrszug in der Region Dnipropetrowsk waren am Montag ein Mensch getötet und sieben weitere verletzt worden. Seit Anfang März seien 18 Angriffe registriert worden, bei denen 41 Anlagen beschädigt wurden.
Bundesnachrichtendienst: Russland schönt Kosten des Angriffskrieges
Die Lage der russischen Wirtschaft und des Staatshaushalts ist nach Ansicht des Bundesnachrichtendienstes schlechter als offiziell dargestellt. „Russland versucht, durch geschönte Zahlen die wahren Kosten seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu verschleiern“, schreibt der Nachrichtendienst auf der Plattform LinkedIn. „Das echte Defizit des föderalen Haushalts 2025 liegt über 2,36 Billionen Rubel (26,18 Milliarden Euro) höher als offiziell ausgewiesen.“ Der BND beruft sich auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse.
Im fünften Jahr des Krieges gegen die Ukraine wiesen nahezu alle Sektoren der russischen Volkswirtschaft eine Negativentwicklung auf, heißt es weiter. Neben deutlich niedrigeren Öl- und Gaseinnahmen aufgrund der seit 2022 stark gesunkenen Weltmarktpreise läge dies auch an den westlichen Sanktionen. Die Kosten für den Krieg würden von der russischen Führung billigend in Kauf genommen und noch über Jahre nachwirken. „Mit der Verschleierung der wirtschaftlichen Schäden wird der Investitionsstandort Russland zum unwägbaren Risiko“, schreibt der BND.
Weitere Sanktionen und deren Umsetzung könnten nach Ansicht des Nachrichtendienstes den Druck auf Russland erhöhen und den Preis für den Angriff auf die Ukraine für Russland nach oben treiben. Der BND nennt als mögliche Maßnahmen etwa Sanktionen gegen Unterstützer Russlands in Drittstaaten oder die sogenannte Schattenflotte, die russisches Öl transportiert. Die EU hat bereits ein 20. Sanktionspaket vorbereitet, dessen Verabschiedung derzeit von Ungarn aufgehalten wird.
Russland zieht wegen eingefrorener Gelder vor EU-Gericht
Die russische Zentralbank hat wegen des Einfrierens ihrer Vermögenswerte infolge des Ukraine-Kriegs Klage beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg eingereicht. Dies teilt die Notenbank in Moskau mit. Die Klage richte sich gegen einen Beschluss vom Dezember 2025, die Gelder auf unbestimmte Zeit zu blockieren. Zur Begründung hieß es, das Einfrieren sei mit "schwerwiegenden Verfahrensverstößen" verhängt worden, da es per Mehrheitsentscheidung und nicht wie vom EU-Recht gefordert einstimmig angenommen worden sei.
"Die EU-Verordnung verletzt die grundlegenden und unveräußerlichen Rechte auf Zugang zur Justiz und Unverletzlichkeit des Eigentums sowie den Grundsatz der Staatenimmunität", erklärte die Zentralbank weiter. Das im Dezember veröffentlichte EU-Dokument zur Sperrung der Gelder schließt eine Klage Russlands vor EU-Gerichten gegen die Entscheidung jedoch aus. Eine mit den Vorgängen vertraute Person sagte der Nachrichtenagentur Reuters, die mutmaßlichen Verfahrensverstöße stünden im Mittelpunkt der Klage.
Die Zentralbank schätzt, dass westliche Länder rund 300 Milliarden Dollar an russischen Staatsvermögen festgesetzt haben. Der größte Teil dieser Vermögenswerte ist in Europa bei dem belgischen Zentralverwahrer Euroclear eingefroren. Die russische Notenbank hatte bereits im vergangenen Dezember in Moskau eine Klage gegen Euroclear eingereicht. Sie fordert 230 Milliarden Dollar Schadenersatz. Dies war eine Reaktion auf das unbefristete Einfrieren sowie auf Pläne, die Vermögenswerte zur Finanzierung der Ukraine zu konfiszieren
Selenskij: Haben Winter überstanden
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij hat das Ende des vierten Kriegswinters und den damit verbundenen Widerstand gegen die russischen Angriffe auf das Energiesystem seines Landes begrüßt. „Heute ist der Tag, an dem jeder von uns mit Fug und Recht sagen kann: Wir haben den Winter überstanden, den schwierigsten seit Beginn des Krieges“, sagte Selenskij in seiner Videoansprache am ersten Tag des meteorologischen Frühlings. „Die Russen wollten diesen Winter zur Vernichtung der Ukraine und der Ukrainer nutzen, aber die Ukraine hat nicht nachgegeben.“
Russland habe in einem der größten Angriffe am 6. Dezember über 700 Ziele attackiert, danach folgten regelmäßige Angriffe gegen diverse Einrichtungen zur Energieversorgung. „Kein Volk hat solche Prüfungen durchgemacht“, sagte Selenskij. „Die Ukrainer haben auch das überwunden.“
Mit den Angriffen, die die Versorgung mit Wasser, Strom und Wärme teilweise unterbrachen, versuchten die russischen Streitkräfte, die ukrainische Zivilbevölkerung massiv unter Druck zu setzen. Durch die russischen Attacken mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern kam es zu stundenlangen Stromabschaltungen in verschiedenen Landesteilen, die die ukrainischen Reparaturtrupps vor schwere Aufgaben stellten.
Ukraine attackiert russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Hafenstadt und Flottenbasis Noworossijsk wurden offiziellen Angaben zufolge fünf Menschen verletzt. Acht Wohnblocks und neun private Wohnhäuser seien bei der Attacke beschädigt worden, schrieb der Gouverneur von Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, bei Telegram. Er appellierte an die Bürger, weiterhin Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Die Behörden riefen in Noworossijsk den Notstand aus.
Derweil berichtete das unabhängige Portal Astra von einem Brand im Ölterminal Schescharis im Süden von Noworossijsk. Dieser sei mutmaßlich durch die Drohnenangriffe hervorgerufen worden, hieß es. Später bestätigten die Behörden den Brand. Das Feuer sei auf einer Fläche von 120 Quadratmetern lokalisiert worden, teilte der Krisenstab der Region Krasnodar mit. Inzwischen ist der Brand Angaben der örtlichen Behörden zufolge wieder gelöscht.
Schescharis gilt als für Russland strategisch wichtiger Terminal zur Aufnahme, Lagerung und Verschiffung von Öl und Ölprodukten. Er spielt eine wichtige Rolle beim Ölexport über das Schwarze Meer. Ukrainische Drohnen haben Schescharis bereits im November 2025 bei einem Angriff auf eine Militärbasis in Hafennähe beschädigt.
Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 172 Drohnen in der Nacht. 67 davon seien über dem Schwarzen Meer, 66 über dem südrussischen Gebiet Krasnodar liquidiert worden.
Vier Tote nach russischem Beschuss in Südukraine
Bei russischem Beschuss der Stadt Cherson im Süden der Ukraine sind vier Menschen getötet worden. Zwei ältere Frauen, die sich am Eingang eines Wohnhauses befanden, seien bei dem Angriff ums Leben gekommen, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Eine 85-Jährige und ein 63 Jahre alter Mann seien im Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben.
Selenskij: Moskau setzte im Winter fast 19 000 Drohnen ein
Russland hat in der Nacht erneut die Ukraine mit Angriffen überzogen. In der Region Dnipropetrowsk wurden laut Militärgouverneur Olexandr Hanscha bei Attacken mit Drohnen und Artillerie ein Mensch getötet und vier weitere verletzt. Moskaus Armee nahm demnach die drei Landkreise Nikopol, Synelnykowe und Dnipropetrowsk ins Visier.
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij zufolge setzte Russland allein in der vergangenen Woche mehr als 1720 Kampfdrohnen, fast 1300 Gleitbomben und mehr als 100 Raketen gegen sein Land ein. Er warf Moskau vor, in diesem Winter nicht einmal versucht zu haben, Angriffe auf zivile kritische Infrastruktur zu rechtfertigen. In den drei Wintermonaten habe Russland mit fast 19 000 Kampfdrohnen, mehr als 14 670 Gleitbomben und 738 Raketen angegriffen. Die meisten der Drohnen seien vom ursprünglich iranischen Bautyp Schahed, den die iranische Führung derzeit im Nahen Osten einsetze, schrieb er in sozialen Medien.
Das Böse müsse überall auf der Welt bekämpft werden, sagte Selenskij. „Wenn die Vereinigten Staaten und andere Partner genug Entschlossenheit zeigen, müssen letztendlich auch die blutigsten Diktatoren für ihre Verbrechen zahlen.“
Selenskij lobt entschlossene USA für Angriff auf Iran
Nach Angriffen Israels und der USA auf Iran hat sich der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij demonstrativ hinter die Regierung in Washington gestellt. Immer wenn die USA entschlossen seien, würden globale Verbrecher schwächer, teilte er in einer Videobotschaft mit. Dieses Verständnis müsse auch Russland, das seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, erreichen.
Es sei nur gerecht, dem iranischen Volk eine Chance zu geben, sich des „Terrorregimes zu entledigen“ und allen Völkern Sicherheit zu garantieren, die unter von Iran ausgehendem Terror gelitten haben. Obwohl die Ukraine Iran nie bedroht habe, habe sich die iranische Führung entschieden, Kremlchef Wladimir Putins Verbündeter zu sein, sagte Selenskij. Russland habe in seinem Angriffskrieg mehr als 57 000 Kampfdrohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed eingesetzt.
Selenskijs Lob für den Angriff auf Iran dürfte auf das Wohlwollen von US-Präsident Donald Trump zielen. Die Ukraine ist im Krieg gegen Russland dringend auf die Unterstützung der USA angewiesen.
Vier Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine
In der grenznahen nordostukrainischen Region Sumy sind infolge russischer Angriffe wohl mindestens vier Zivilisten getötet worden. Zwei Frauen und zwei Männer seien in Orten der Gemeinden Jampil und Woroschba umgekommen, teilte Militärgouverneur Oleh Hryhorow bei Telegram mit. Vier weitere Menschen wurden den Angaben nach verletzt. Insgesamt sind demnach innerhalb des vergangenen Tages 30 Siedlungen mehr als 100-mal beschossen worden. Zivile Gebäude und Infrastruktur seien beschädigt worden.
Selenskij: Nächste Verhandlungsrunde zwischen Russland und der Ukraine in Abu Dhabi
Die nächste Runde der von den USA vermittelten Gespräche zwischen der Ukraine und Russland wird Angaben aus Kiew zufolge Anfang März in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten erwartet. „Es ist notwendig, alles, was für echte Sicherheitsgarantien erreicht wurde, zu finalisieren und ein Treffen der Staatschefs vorzubereiten“, sagte der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij in einer Videobotschaft. Ein solches Gipfeltreffen könne helfen, „Schlüsselfragen“ zu lösen. „Wenn es um Russland geht, um ein so personalisiertes Regime, dann noch mehr als in anderen Ländern“, hob Selenskij hervor.
Zuvor hatten in der Schweiz Gespräche zwischen einer ukrainischen und einer US-amerikanischen Delegation zur Vorbereitung eines neuen dreiseitigen Treffens mit Russland stattgefunden. Selenskij habe dabei mehrmals mit den ukrainischen Unterhändlern Rustem Umjerow und David Arachamija sowie den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner gesprochen.
Auch Kremlsprecher Dmitrij Peskow bestätigte russischen Agenturen zufolge, dass eine neue Verhandlungsrunde geplant sei. Sobald es eine Einigung auf einen Termin und Ort gebe, werde darüber informiert. Zugleich beklagte er: „Bisher sind keine nennenswerten Veränderungen der Positionen des Kiewer Regimes festzustellen.“
Umgekehrt erneuerte Selenskij den Vorwurf, dass Moskau nicht bereit sei zu einem Friedensschluss. Der russische Präsident Wladimir Putin stoppe seine „Kriegsmaschine“ nicht. „Im Gegenteil, er bereitet sich darauf vor, weiterzukämpfen, und die Welt muss bereit sein, Druck auf Russland auszuüben, damit sich dies ändert“, sagte der Ukrainer. Das Rezept seien Sanktionen gegen russische Energieexporte und Banken.
Streit um Druschba-Pipeline: Selenskij lädt Fico nach Kiew ein
Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenskij lädt den slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico wegen des Streits um die zerstörte Druschba-Pipeline durch die Ukraine zu Gesprächen ein. In einem Telefonat habe Selenskij vorgeschlagen, alle bestehenden Probleme zwischen den beiden Ländern zu erörtern, teilt das Präsidialamt in Kiew mit. Hintergrund ist der Streit um den Transit von russischem Öl, den die Ukraine unterbrochen hatte. In der Slowakei und Ungarn, die noch immer stark von russischen Energielieferungen abhängen, führte die Unterbrechung zu Protest. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán wirft der Ukraine vor, die Lieferungen aus politischen Gründen gestoppt zu haben. Kiew führt den Stopp dagegen auf Beschädigungen der Pipeline durch einen russischen Drohnenangriff zurück.
Ungarn und die Slowakei vereinbarten mittlerweile die Gründung eines gemeinsamen Ausschusses zur Untersuchung der Schäden an der Ölpipeline in der Ukraine. Orbán forderte die Regierung in Kiew in einem Facebook-Video auf, dem Gremium Zugang zu gewähren.
Feuerpause am AKW Saporischschja
Unter Vermittlung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist eine lokale Feuerpause am ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja in Kraft getreten. Ziel sei die Wiederherstellung der 330-Kilovolt-Reserveleitung, teilte die UN-Behörde mit. Die Versorgung über diese Leitung war nach Angaben der IAEA am 10. Februar unterbrochen worden. Die andere 750-Kilowatt-Leitung war demnach intakt geblieben. Derzeit liefen Entminungsarbeiten, um den Reparaturteams einen sicheren Zugang zu ermöglichen. Zuvor hatte bereits die russische Kraftwerksleitung die Feuerpause gemeldet und erklärt, die Reparatur werde mindestens eine Woche dauern. Die Strahlungswerte seien normal.
Das größte Atomkraftwerk Europas steht seit kurz nach Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 unter russischer Kontrolle. Es produziert derzeit keinen Strom, ist aber auf externe Energie angewiesen, um das nukleare Material zu kühlen und einen Unfall zu verhindern. Moskau und Kiew werfen sich regelmäßig gegenseitig vor, die Sicherheit der Anlage durch Angriffe in der Nähe zu gefährden. Die Frage der künftigen Kontrolle über das Kraftwerk gilt als einer der Streitpunkte bei den schleppenden, von den USA vermittelten Friedensgesprächen, die im kommenden Monat fortgesetzt werden sollen.
Währungsfonds genehmigt neues Finanzierungsprogramm über 8,1 Milliarden Dollar
Der Internationale Währungsfonds hat am Donnerstag ein vierjähriges Finanzierungsprogramm für die Ukraine im Wert von etwa 8,1 Milliarden Dollar genehmigt. Dies ermöglicht die sofortige Auszahlung von etwa 1,5 Milliarden Dollar. IWF-Chefin Kristalina Georgieva sagte, die Vereinbarung ziele darauf ab, die makroökonomische Stabilität zu bewahren und Strukturreformen voranzutreiben.
Die Entscheidung ist eine Erleichterung für die Ukraine angesichts der Schwierigkeiten auf dem Schlachtfeld und des US-Drucks in Gesprächen mit Russland. Allerdings blockiert Ungarn weiterhin ein EU-Darlehenspaket über 90 Milliarden Euro für Kiew. Georgieva warnte, dass die Risiken „außergewöhnlich hoch“ seien und der Erfolg von der fortgesetzten internationalen Unterstützung abhänge. Der IWF rechnet mit einer Finanzierungslücke von etwa 136,5 Milliarden Dollar über den Programmzeitraum.












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