Zusammen mit Saudi-Arabien attackieren die USA Ziele im Irak. Ein »Überraschungsangriff« auf US-Truppen sei abgewehrt worden, meldet das US-Militär. Die Nacht
Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, spr 29. Juli 2026, 4:53 Uhr
Die USA haben nach eigenen Angaben gemeinsam mit saudi-arabischen Streitkräften mehrere Ziele im Irak angegriffen. Wie das zuständige US-Regionalkommando Centcom mitteilte, galten die Angriffe dem Iran nahestehenden »Terroristen« im Osten des Landes. Kampfflugzeuge hätten mehrere Logistik- und Waffenlager der nicht näher benannten Gruppierung beschossen. Zuletzt hatten die USA ihre nächtlichen Angriffe auf den Iran eingestellt.
Iran soll Angreifer angestiftet haben
Das US-Militär bezeichnete die jüngsten Angriffe als Antwort auf mehr als 30 von der iranischen Revolutionsgarde angeordnete Drohnenangriffe in den vergangenen 72 Stunden. Die iranische Revolutionsgarde soll die »Terroristen« im Irak demnach zu Angriffen auf in Saudi-Arabien stationierte US-Truppen sowie Energieinfrastruktur in dem Land angestiftet haben. Die Angriffe auf US-Streitkräfte seien allerdings »erfolglos« gewesen, hieß es.
USA wehren iranische Angriffe ab
Kurz zuvor hatte das US-Militär nach eigenen Angaben einen iranischen »Überraschungsangriff« auf Truppen im Nahen Osten abgewehrt. Dabei seien alle iranischen Raketen abgefangen worden. Die USA machten keine näheren Angaben zum Ziel der Angriffe. Laut dem Nachrichtenportal Axios flogen die Raketen in Richtung eines US-Stützpunktes in Jordanien. Auch iranische Medien berichteten über Angriffe der Revolutionsgarde auf US-Militäreinrichtungen in dem Land.
Benjamin Netanjahu lobt Donald Trump
Die erneute Zuspitzung des Kampfgeschehens erfolgte nur wenige Stunden nach einem Treffen von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in den USA. »Es war ein Gespräch voller Partnerschaft, gegenseitiger Unterstützung und eines gemeinsamen Verständnisses für das Ziel, sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzt«, teilte Netanjahu mit. Die US-Regierung sprach von einem »positiven« Treffen.
Amnesty International sieht Gefahr zunehmender Todesstrafen im Iran
Nach der Hinrichtung von zwei Männern im Iran warnt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International vor einer »Eskalation im Einsatz der Todesstrafe«. Derzeit seien mindestens 60 weitere Menschen in dem Land von der Todesstrafe bedroht. Nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen haben Hinrichtungen seit dem Beginn der US-israelischen Angriffe im Februar im Iran weiter zugenommen.

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