Internationaler Strafgerichtshof: Ohne dieses Gericht wäre die Welt um eine Hoffnung ärmer

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Der Internationale Strafgerichtshof steckt in der Krise. Unter dem Druck der USA verlassen Länder wie Venezuela das Weltgericht. Jetzt kommt es auf die EU an.

Aus der Kolumne: Fünf vor acht 29. Juli 2026, 7:35 Uhr

 Jetzt kann nur noch Europa das Gericht retten.
Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag: Jetzt kann nur noch Europa das Gericht retten. © legna69/​Getty Images

Umstritten war der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) von Anfang an. Die einen erhofften von ihm Sühne für schlimmste Menschheitsverbrechen, gewissermaßen ein Streben nach universeller Gerechtigkeit. Die anderen sahen in ihm eine Anmaßung liberaler Eliten, einen Anschlag auf die nationale Souveränität, das Ende einer unabhängigen Rechtsprechung. Ein knappes Vierteljahrhundert nachdem der IStGH seine Arbeit aufgenommen hat, ist der Graben zwischen seinen Befürwortern und seinen Gegnern so tief wie nie zuvor.

Als gäbe es zwischen US-Amerikanern und Europäern nicht genug Probleme, zeichnet sich auch um den IStGH ein heftiger transatlantischer Streit ab. Während US-Außenminister Marco Rubio im Wall Street Journal verkündete, den IStGH »einreißen« zu wollen, »Ziegelstein für Ziegelstein«, bekräftigt die Europäische Union ihre »unerschütterliche Unterstützung« des Gerichts.

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