Mozilla hat Firefox 152 veröffentlicht. Das Update bringt eine grundlegend überarbeitete Einstellungsseite, neue Funktionen für die Videowiedergabe, erweiterte Optionen im privaten Modus und wichtige Neuerungen für die mobile Version.
Neues Einstellungsmenü ohne „Allgemein“-Seite
Mozilla hat die Einstellungen von Firefox umfassend neu strukturiert. Ziel war es, die Übersichtlichkeit zu erhöhen und die Navigation zu vereinfachen. Eine der auffälligsten Änderungen ist der Wegfall der bisherigen Seite „Allgemein“. Die dort zuvor gesammelten Optionen sind nun in spezifischere Bereiche wie „Erscheinungsbild“, „Barrierefreiheit“, „Sprachen“ sowie „Tabs und Surfen“ einsortiert.
Das neue Design basiert nach Angaben des Herstellers auf Usability-Tests und Feedback aus der Community. Nutzer sollen so schneller die gewünschten Steuerelemente finden, ohne dass die gewohnte Flexibilität bei der Konfiguration verloren geht.
Verbesserte Video-Kontrolle und Tracking-Widget
Auch die Videowiedergabe hat Mozilla laut Release Notes verbessert: Firefox erlaubt jetzt den Zugriff auf grundlegende Bedienelemente wie Play, Pause, Stummschaltung, Vollbild und Loop direkt über das Kontextmenü. Das funktioniert selbst auf Webseiten wie TikTok oder Instagram, die zuvor durch eigene, restriktive Player den Zugriff auf die browserseitigen Standardkontrollen blockierten. Zudem lässt sich der Browser über die Adressleiste stummschalten: Wer „mute“, „shush“ oder „sssh“ eingibt, kann über eine Schnellaktion alle Tabs in allen Firefox-Fenstern gleichzeitig lautlos schalten.
Firefox macht den Datenschutz zudem transparenter. Eine Tracking-Übersicht zeigt nun direkt im Browser an, wie viele Tracker blockiert wurden und welche Arten von Aktivitäten Firefox im Hintergrund unterbunden hat. Im privaten Modus erlaubt der Browser außerdem eine differenziertere Steuerung: Wenn eine Webseite aufgrund strenger Schutzmechanismen nicht korrekt lädt, können Nutzer den Tracking-Schutz für diesen spezifischen Tab temporär deaktivieren. Beim erneuten Laden bietet Firefox an, die Seite ohne die strikten Schutzregeln anzuzeigen, während der Schutz für alle anderen Tabs aktiv bleibt.
Die Firefox-App erhält mit Version 152 ebenfalls ein wichtiges Feature: Tab-Gruppen sind auf Android verfügbar. Nutzer können damit verwandte Tabs bündeln, benennen und farblich markieren, um die Übersicht bei vielen offenen Seiten zu behalten. Eine Unterstützung für iOS soll im Laufe des Jahres folgen.
Experimentelles Format und technische Neuerungen
Bei den experimentellen Funktionen, die über das Menü „Firefox Labs“ zu finden sind, bietet der Browser jetzt Unterstützung für das Bildformat JPEG XL. Es ist als Nachfolger für WebP, JPEG, PNG und GIF konzipiert und soll eine effizientere Kompression ermöglichen. Für die Lokalisierung hat Mozilla die Übersetzungsfunktion um Baskisch und Galicisch erweitert; zudem wurden für zehn Sprachen (Kroatisch, Georgisch, Persisch, Slowenisch, Tadschikisch, Tamil, Tibetisch, Türkisch, Walisisch und Xhosa) neue Wörterbücher für die Rechtschreibprüfung hinzugefügt.
Die Web-Plattform erhält mit Version 152 ebenfalls Updates. Web-Benachrichtigungen unterstützen nun Action-Buttons, und mit der neuen CSS-Eigenschaft field-sizing können Entwickler Formularfelder so definieren, dass sie ihre Größe automatisch an den Inhalt anpassen. Zudem unterstützt Firefox „WebAuthn Related Origin Request“, was die Nutzung von Passkeys über verschiedene Domains hinweg vereinfacht. Die Pointer Lock API unterstützt mit unadjustedMovement nun den Abgriff von Rohdaten der Mausbewegung ohne OS-Beschleunigung.
Roadmap für kommende Versionen
Mozilla hat im Zuge der Veröffentlichung von Version 152 eine Roadmap für die weitere Entwicklung von Firefox vorgestellt. Zu den geplanten Neuerungen gehören unter anderem anpassbare Tastenkürzel für eine effizientere Workflow-Steuerung, native PDF-Bearbeitungsfunktionen (Splitten, Zusammenfügen) sowie die Integration von Multi-Account-Containern direkt in den Browser, ohne nötige Add-ons. Darüber hinaus arbeiten die Entwickler an einem VPN für Mobilgeräte, einem Stromsparmodus für Smartphones sowie KI-gestützten Funktionen wie „Quick Answers“ und dem „Smart Window“ für eine interaktive Informationssuche.
(fo)











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