Er starb mit 80 Jahren: Rheinischer Kabarettist Konrad Beikircher ist tot

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Rheinischer Kabarettist Konrad Beikircher ist tot

29.07.2026, 12:35Lesezeit: 1 Min.

Konrad Beikircher (1945 bis 2026)

Das Publikum schätzte seinen feinen Humor, seine rheinische Mundart und Vielseitigkeit als Künstler. Nun ist der Bonner Kabarettist Konrad Beikircher im Alter von 80 Jahren gestorben.

Der Kabarettist Konrad Beikircher ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 80 Jahren, wie seine Ehefrau Anne Beikircher mitteilte. Der rheinische Dialekt und das Lebensgefühl des Rheinländers hatten es dem gebürtigen Südtiroler besonders angetan: Mit seinem humorvollen Blick auf das Wesen des Rheinländers brachte er sein Publikum zum Lachen. Beikircher lebte 60 Jahre lang im Rheinland.

Beikircher hatte Musikwissenschaften studiert und wollte ursprünglich Geiger werden. In Bonn studierte er auch Psychologie, arbeitete später als Gefängnispsychologe in Siegburg, entschied sich dann aber ganz fürs Kabarett. Für seine Verdienste um die Mundart und den Erhalt des Dialekts wurde er mehrfach ausgezeichnet.

„Heimat ist ein Gefühl“

Schon sein erstes Kabarettprogramm „Himmel un Ääd“, wurde ein großer Erfolg. Es erschien später auch als Buch. In Nordrhein-Westfalen galt er als einer der populärsten Kabarettisten, aber auch bundesweit machte er sich einen Namen, trat zudem als Musiker auf, schrieb mehrere Bücher, war zeitweise als WDR-Moderator tätig.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) betonte, Beikircher habe „die rheinische Lebensart mit ihren vielfältigen Dialekten gelebt und geliebt – und dem rheinischen Humor bundesweit Sympathie beschert.“ Mit seinem Wirken habe er unter Beweis gestellt: „Heimat ist ein Gefühl, das im Miteinander entsteht. Auch dem Miteinander von Rheinland und Westfalen war er in seiner künstlerischen Arbeit verbunden.“

Beikircher lebte in Bonn-Bad Godesberg. Der Kabarettist hinterlässt fünf Kinder. Zuletzt kämpfte er mit vielen gesundheitlichen Einschränkungen, kündigte an, etwas kürzerzutreten. Trotzdem stand er vor sechs Wochen noch auf der Bühne.

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