Das Rote Kreuz hat vor einem langen Kampf gegen den Ebola-Ausbruch gewarnt. Laut der afrikanischen Gesundheitsbehörde könnte dieser unbekannte Ausmaße annehmen.
Quelle: DIE ZEIT, dpa, Reuters, jaca 16. Juni 2026, 16:19 Uhr
Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo könnte nach Einschätzung des Roten Kreuzes bis zu ein Jahr lang dauern. Wie Bruno Michon von der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) sagte, hat die Infektion ihren Höhepunkt noch nicht erreicht.
Michon sprach von verschiedenen Schwierigkeiten, die die Bekämpfung des Ausbruchs erschwerten. Das sei zum einen eine Vertrauenskrise. Es gebe noch immer Menschen, die glaubten, die Krankheit sei erfunden worden, um mehr Geld aus dem Ausland zu bekommen. Andere empfänden Beerdigungen unter besonderen Schutzvorrichtungen als Angriff auf Kultur und Tradition und nicht als Maßnahme zum Schutz der Familien. Die Maßnahmen sind notwendig, da das Virus von Leichen übertragen werden kann.
Nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde konnten bislang zehntausende Kontakte von Infizierten noch nicht ermittelt werden. Wenn der Ausbruch nicht bald getoppt werde, drohe er schlimmer werden als alle, die man zuvor in Westafrika und dem Osten der Demokratischen Republik Kongo gesehen habe, sagte der Chef des Africa Centre for Disease Control and Prevention (Africa CDC), Jean Kaseya sagte.
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