BTS will keine Musik bei den Grammys einreichen – aus Protest

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Die südkoreanische Erfolgsband BTS steigt nicht ins Rennen um die nächsten Grammys ein. »Wir haben uns entschieden, dieses Jahr keinen Beitrag für die Grammys einzureichen«, hieß es in einem Statement, das die sieben Musiker auf ihren Social-Media-Kanälen veröffentlichten. »Wir hoffen, dass Musik unabhängig von Region oder Sprache gehört und geliebt werden kann – einfach als Musik selbst«, hieß es weiter.

Damit protestiert die K-Pop-Band gegen eine Entscheidung des Awards. Die Grammys hatten im Juni bekannt gegeben, fünf neue Kategorien für die begehrten Musikpreise einzuführen, darunter auch die Kategorie »Best Asian Pop Music Performance«. Damit sollten Darbietungen ausgezeichnet werden, die aus asiatischen Märkten stammen.

Die US-Musikakademie will mit der neuen Kategorie nach eigenen Angaben Künstlerinnen und Künstler anerkennen, »die aus asiatischen Märkten stammen oder dort bekannt sind«, darunter Popmusiker aus Südkorea, Japan und China. Kritiker werfen ihr vor, Popmusik aus Asien damit in eine Schublade zu stecken, anstatt sie neben anderen, meist englischsprachigen Welthits zu bewerten. Ähnliche Kritik gibt es auch an einer Kategorie der Grammys für Musik aus Lateinamerika.

Die Bewerbungsphase für die begehrten Musikpreise läuft noch bis zum 21. August. Die Verleihung ist für den 7. Februar 2027 geplant.

BTS feierte in diesem Jahr Comeback

BTS feierte diesen Monat nach einer mehrjährigen Pause ihr Konzertcomeback in Deutschland. Seit Ende 2022 hatten RM, Jin, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook nacheinander ihren in Südkorea verpflichtenden Militärdienst absolviert. Ende März läutete die Band schließlich ihr Comeback mit dem Album »Arirang« ein, das nach dem wohl bekanntesten koreanischen Volkslied benannt ist.

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