UN-Generalsekretär António Guterres hat sich in Haiti mit Betroffenen über Bandengewalt ausgetauscht. Dabei entschuldigte er sich für die mangelnde internationale Hilfe.
Quelle: DIE ZEIT, AFP, AP, mns 17. Juni 2026, 6:45 Uhr
UN-Generalsekretär António Guterres hat bei einem Besuch in Haiti um Verzeihung für das internationale Versagen bei der Bekämpfung von Bandengewalt gebeten. In einer Schule in der Hauptstadt Port-au-Prince, die mehr als 1.250 Geflüchtete beherbergt, sprach Guterres mit Frauen, die vor der Bandengewalt geflohen sind. »Wir wissen, wie viel Sie gelitten haben, ich bin vor allem hier, um Ihnen zuzuhören«, sagte er bei dem Treffen.
Guterres sagte, er sei tief bewegt von den Eindrücken vor Ort. »Das, was ich gesehen habe, wird mich nicht verlassen«, sagte er. »Jeder Tag ist ein Kampf ums Überleben ... Frauen und Kinder zahlen den höchsten Preis.«
Erst am vergangenen Wochenende war es in dem Küstenviertel Cité Soleil zu einem Angriff gekommen. Dabei wurden mehr als 30 Menschen getötet, verletzt oder verschleppt, wie die lokale Menschenrechtsorganisation Cooperative for Peace and Development mitteilte.
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