Wer das Kriegsfoto, das zum Ausgangspunkt seiner Choreographie „Solitude“ wurde, zum ersten Mal sehe, dem müsse es das Herz zerreißen, sagt Alexei Ratmansky, der in Sankt Petersburg geboren wurde, aber in Kiew aufgewachsen ist. Anfangs der Nullerjahre – eine politische Ewigkeit scheint das her zu sein – leitete er das Bolschoi-Ballett; nun ist er seit Langem in New York zu Hause, sein Sohn ist dort aufgewachsen. Ratmanskys Schwester lebt mit ihrer Familie noch in der Ukraine, seine Eltern auch und auch die Familie seiner ukrainischen Frau Tatiana. Ratmansky hat selbst lange in der Ukraine gearbeitet, und weil er dem Land so eng verbunden ist, hört er nicht auf, den Angriffskrieg zu verfolgen und Russland dafür öffentlich anzuprangern.

vor 3 Stunden
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