Die Umsetzung einer Zollvereinbarung zwischen der EU und den USA aus dem vergangenen Jahr hat die letzte politische Hürde genommen. Das Europaparlament stimmte in Straßburg dafür, europäische Zölle auf US-Industriewaren zeitweise abzuschaffen.
Der Deal sichert den Vereinigten Staaten deutlich bessere Bedingungen im Handel, indem Industriezölle auf US-Produkte abgeschafft werden. Die Zölle für die meisten EU-Exporte in die USA sollen dagegen bei 15 Prozent liegen. Das ist gegenüber früheren Drohungen von US-Präsident Donald Trump weniger, gegenüber der Vergangenheit aber mehr.
Zuletzt hatte Donald Trump gedroht, deutlich höhere Zölle auf europäische Autos zu erheben, sollte die EU ihre Verpflichtungen aus dem Handelsabkommen nicht bis zum 4. Juli umsetzen. Der Rat der EU-Länder muss nun formal grünes Licht geben, dies dürfte aber noch vor der durch den US-Präsident gesetzten Frist gelingen.
Das Abkommen war bereits im Juli 2025 verkündet worden. Die EU-Kommission wollte mit ihren Zugeständnissen Trump besänftigen und einen Handelskrieg mit der größten Volkswirtschaft der Welt vermeiden. Teil des Abkommens ist auch ein bevorzugter Marktzugang für Agrar- und Fischerei-Erzeugnisse aus den Vereinigten Staaten. Wegen neuer Zolldrohungen zögerte die EU aber mehrmals mit der Umsetzung.

vor 1 Stunde
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